Andreas Robanser Andreas Robanser
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In der West Conference wird wohl CSKA Moskau weiter das Maß aller Dinge sein. Mit Lokomotiv Jaroslavl, SKA St.Petersburg und Dynamo Moskau lauern aber drei Teams im Hindergrund.

In der West Conference gibt es nach der Rückkehr von Torpedo Nizhny Novgorod nach einer Saison wieder 12 Teams. Torpedo wird diese Saison zusammen mit HC Sochi, Jokerit, SKA, Spartak und Vityaz in der Bobrov Division bestreiten. Severstal wechselt in die Tarasov Division.

Saison Preview: Vier Teams kämpfen um die Spitze im Osten

CSKA Moskau musste sich im April im Gagarin Cup Finale geschlagen geben, danach gingen mit Lars Johansson und Alexander Sharychenkov beide Torhüter verloren. Im Juli wechselte dann noch der zweitbeste Team-Scorer Maxim Shalunov zu Lok und Maxim Mamin zog es Richtung NHL. Zusätzlich trat auch Cheftrainer Igor Nikitin zurück. Dieses Amt übernahm der bisherige CSKA General Manager und ehemalige NHL Star Sergei Fedorov. Der 51-Jährige startet damit gleich mit einen absoluten Spitzenteam in seine aktive Trainerzeit. Die Zusammenstellung des gesamten neuen Trainerteams wurde dann erst knapp vor dem Saisonstart abgeschlossen. Mit Adam Reideborn konnte ein vollwärtiger Ersatz für den Nummer 1 Posten gefunden werden. Zur Unterstützung des Schweden kam mit Ivan Fedotov ein weiterer Goalie, der sich in der abgelaufenen Saison im Spitzenfeld behaupten konnte.

Mit den beiden NHL Heimkehrern Mikhail Grigorenko und Verteidiger Nikita Nesterov sowie den beiden schwedischen Stürmern Joakim Nordstrom und Lucas Wallmark sollten diese Abgänge aber kompensiert worden sein.

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Zu einem Top Favoriten hat sich Lokomotiv Jaroslavl hochgearbeitet. Lok ist damit unter den im Westen genannten Favoriten das einzige Team, das den Gagarin Cup noch nicht gewinnen konnte.

10 Jahre nach dem tragischen Flugzeugabsturz konnte das Team um Trainer Andrei Skabelka den Stamm der Mannschaft halten. Zusätzlich konnten mit Avangard Omsk Topscorer Reid Boucher und Maxim Shalunov von CSKA zwei sehr verlässliche Torschützen geholt werden. Damit besitzt Lok gleich zwei der fünftbesten Stürmer der abgelaufenen KHL Playoffs. Mit Eddie Pasquale besitzt Lokomotiv auch über den nötigen Rückhalt.

SKA St.Petersburg setzt auch in dieser Saison auf eine Mischung von erfahrenen und jungen Spielern. Damit geht SKA im Gegensatz zu den anderen Top Teams einen eigenen Weg. In der Verteidigung stieß der 24-jährige Weißrusse Stepan Falkovsky sowie der erst 20-jährige Daniil Pylenkov zu Spielern wie dem Schweden Oscar Fantberg hinzu. In der Vorbereitung hat aber der erst 16-jährige Matvei Michkov für eine Überraschung gesorgt. Der Top Scorer der abgelaufenen U18 Weltmeisterschaft und des diesjährigen Hlinka Gretzky Cups konnte gleich in seinem ersten Spiel mit SKA einen Treffer erzielen. Michkov gilt als eines der besten russischen Talenten seit Jahren und wird mit seinem Talent sicher seinen Platz bei SKA St.Petersburg finden. Mit Mikhail Vorobyov, der von Salavat Yulaev kommt, und dem Schweden Fredrik Handemark konnten auch zwei international erfahrene Spieler gewonnen werden.

Dynamo Moskau stellt ebenfalls den Anspruch auf den Gagarin Cup. Mit Vadim Shipachyov, der als bester Scorer der gesamten Saison 2020-2021 von den Trainern zum besten Spieler der abgelaufenen Saison gewählt wurde, steht von den Top 3 Dynamo Spielern nur noch einer im Kader von Trainer Alexei Kudashov. In der Offensive hofft man auf unter anderem auf die beiden gebürtigen Kanadier Rob Klinkhammer und Eric O'Dell. In der Defensive können die Blau-Weissen auf den Olympiasieger, Gewinner des Gagarin Cups und des zweifachen Stanley Cup Champion Vyacheslav Voynov setzten. Der 31-Jährige verpasste zwar die vergangene Saison, doch mit der vollen Vorbereitungsphase sollte Voynov wieder seine volle Leistung abrufen können. Neben Voynov verstärkte Dynamo die Verteidigungsreihen noch mit Andrei Pedan und verfügt so über eine der stärksten Defensivabteilungen.

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Jokerit Helsinki wird wie in den letzten Jahren versuchen den Anschluss an die Spitze zu suchen. Dies gelang in den vergangenen Saisonen aber nur phasenweise. Bereits in seine vierte KHL Saison geht Jokerit Head Coach Lauri Marjamaki. Mit Kalle Kossila und Verteidiger Otto Leskinen konnten die Joker heuer zwei Spieler aus Nordamerika zurückholen, die in den letzten Jahren den Sprung in die NHL nicht geschafft hatten. Zusätzlich wurde in der Defensive der Schwede Philip Holm aus Magnitogorsk in die finnische Hauptstadt geholt. Im Tor setzt man heuer nach dem Abgang von Janis Kalnins mit Janne Juvonen und Samuli Tervo auf ein rein finnisches Gespann.

Spartak Moskau startet mit einen neuen Gesicht als KHL Cheftrainer in die neue Saison. Es ersetzt der 49-jährige Boris Mironov seinen Vorgänger Oleg Znarok.

Der ehemalige NHL Spieler und Olympia Teilnehmer war in den letzten beiden Jahren als Co-Trainer bei Neftekhimik tätig. Auch im Tor gibt es eine Änderung, so wurde das Torhütergespann um Julius Hudacek ausgetauscht. Für den Slowaken soll nun der aus der NHL geholte Schwede Oscar Dansk den nötigen Rückhalt geben und die klare Nummer 1 im Spartak Tor werden. Mit Dmitry Kugryshev konnte von Salavat Yualev ein Stürmer geholt werden, der in den letzten drei Jahren immer für mehr als 30 Punkte garantieren konnte.

Torpedo Nizhny Novgorod: Mit Damir Zhafyarov kann Torpedo weiter auf einen der verlässlichsten Stürmer der KHL bauen. Erneut zieht der 27-Jährige die KHL einem Wechsel nach Nordamerika vor. Mit seinen 61 Punkten (21+40) war Zhafyarov der drittbeste Scorer des gesamten abgelaufenen KHL Grunddurchgangs 2020-2021. Mit Andy Miele und Ivan Chekhovich konnten auch zwei weitere wichtige Offensivkräfte gehalten werden. Nur Verteidiger Chris Wideman verließ die KHL nach nur einer Saison wieder und wechselte zu den Montreal Canadiens. In den letzten Jahren konnte sich Torpedo immer für die Playoffs qualifizieren. Mit dem Wechsel aus dem Osten in die Bobrov Division muss sich das Team aus Nizhny Novgorod damit erneut auf ein neues sportliches Umfeld einstellen.

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Dinamo Minsk gelang im vergangenen Frühjahr erstmals seit 2017 wieder der Sprung auf einen Playoff Platz. Dies wollen die Bisons aus Minsk auch heuer wieder erreichen. Mit Verteidiger Brennan Menell sowie Shane Prince, Ryan Spooner, Brandon Kozun und Rob Klinkhammer verließen aber alle fünf Topscorer Minsk. Für Dinamo Head Coach Craig Woodcroft wird es damit schwer dies zu wiederholen. So setzt man in dieser Saison mit den beiden Verteidigern Lukas Bengtsson und Anton Lindholm, sowie im Angriff mit Matthias Tedenby und Mario Kempe auf schwedischen Power. Mit Sergei Sapego und Sergei Kuznetsov kehrten auch zwei junge Spieler aus Nordamerika in die Heimat zurück.

Einen Playoff Platz wollen in dieser Saison aber auch Vityaz Podolsk und der HC Sochi. Beiden Teams gelang dieser Sprung in der abgelaufenen Saison nicht. 

Bei Vityaz gingen mit Linus Hultstrom und Daniil Pylenkov die beiden besten Verteidiger verloren. Dies hofft der neue Vityaz Trainer Yuri Babenko mit Oliver Kylington und Valtteri Kemilainen ausgleichen zu können. Zusätzlich bringt der 28-jährige zweifache KHL Champion Viktor Antipin viel Erfahrung aus St.Petersburg mit. Ebenfalls von SKA wechselte Miro Aaltonen nach Podolsk. Der Finne war bereits von 2016 bis 2020 für Vityaz tätig, wobei er in der Saison 2018-2019 mit 42 Punkten (19+23) auch der Topscorer des Teams war.

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Der HC Sochi musste mit Platz 21 in der KHL Tabelle den bisher schlechtesten Platz seit dem Ligaeinstieg 2014 einstecken. Trainer Yevgeni Stavrovsky, der Mitte Oktober 2020 das Team übernahm, kann heuer im Tor zumindest auf einen soliden und sehr verlässlichen Magnus Hellberg setzen. Der Schwede mit NHL Erfahrung kommt von SKA St. Petersburg an die Schwarzmeerküste. Mit JC Lipon kehrt auch ein starker Stürmer in die KHL zurück. Für Dinamo Riga gelangen dem Kanadier in der abgelaufenen Spielzeit gleich 20 Punkte (8+12) in 37 Spielen, bevor er Mitte Februar Riga in Richtung Schweden verließ. Ebenfalls bei Dinamo Riga startete Janis Jaks in die abgelaufene Spielzeit. Der 26-Jährige versuchte dann sein Glück aber in der AHL.

Das absolute Schusslicht der abgelaufenen Saison Dinamo Riga möchte in diesem Jahr zurück in den Playoff Kampf. Nur neun Siege in den 60 Spielen kosteten Peteris Skudra das Traineramt. Mit Sergei Zubov soll nun wieder Ruhe in das Team einkehren. Mit dem Schweden Johan Mattsson und dem Tschechen Matej Machovsky hofft man heuer auf ein sicheres Torhüter Duo. In der abgelaufenen Saison setzte Dinamo gleich acht verschiedene Goalies ein. Mit Ralfs Freibergs und Oskars Cibulskis kehrten auch zwei lettische Teamspieler zurück zu Dinamo Riga. In der Offensive setzt man auf ein kanadisch/tschechisches Gespann. So kommen Lukas Radil von Spartak Moskau und Rudolf Cerveny aus der finnischen Liga in die lettische Hauptstadt. Mit dem Kanadier Emile Poirier kommt ein Liga Neuling aus der slowakischen Extraliga und ihm zur Seite wird wohl Hunter Shinkaruk gestellt werden. Dem ehemaligen NHL Spieler konnte mit 30 Punkten (12+18) Platz zwei der Punktewertung der Kunlun Red Star einnehmen.

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