Andreas Robanser Andreas Robanser
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Mit Ak Bars Kazan, Traktor Chelyabinsk und Avtomobilist Ekaterinburg möchten 3 Teams in der East Conference am Thron von Avangard kratzen.

Am 1.September beginnt mit dem Opening Cup zwischen dem Gagarin Cup Champion Avangard Omsk und Finalist CSKA Moskau die 14. KHL Saison. Dabei gibt es auch bei den Teams wieder eine kleine Veränderung. So kehren die Vladivostok Admiral nach einem Jahr Pause in die Liga zurück und werden wieder in der East Conference um Punkte kämpfen. Sie sind dabei in der Chernyshev Division eingereiht. Nizhny Novgorod wechselt mit diesem Schritt wieder aus der East in die West Conference. Beide Conference bestehen daher wieder aus 12 Teams.

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Die West Conference wird angeführt von Titelverteidiger Avangard Omsk.

Die Falken verloren in der Zwischensaison zahlreiche Spieler. Reid Boucher wechselte zu Lokomotiv, Alexander Khokhlachyov zu Spartak Moskau. Neu im Kader ist der Slowake Peter Cehlárik. Bei der letzten Weltmeisterschaft in Riga wurde der Slowake zum besten Stürmer des Turniers ernannt und auch bei der abgelaufenen Olympia Qualifikation traf Cehlerik zweimal für sein Team. Dank Trainer Bob Hartley bleibt Avangard aber erneut einer der Top Favoriten im Osten.

Ak Bars Kazan zählt in dieser Saison wohl wieder zu einen der größten Konkurrenten von Avangard auf die Vorreiterrolle in der East Conference. So holte man z.B. aus Omsk Tormann Igor Bobkov. Zusätzlich kam noch von Dynamo Moskau Dmitry Kagarlitsky. Mit Steven Kampfer kommt ein defensiver Spieler von den Boston Bruins nach Kazan.

Ein besonderes Augenmerk wird in dieser Saison aber Danis Zaripov erhalten. Der 40-Jährige erklärte, dass die Saison 2021-2022 seine letzte werden würde. Neben seinen vier Jahren bei Metallurg Magnitogorsk geht Zaripov damit in seine 17. Saison mit Ak Bars Kazan. Als Trainer fungiert weiter Dmitry Kvartalnov.

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Neben diesen beiden Klubs werden Traktor Chelyabinsk und Avtomobilist Ekaterinburg eine sehr starke Rolle im Osten einnehmen.

Avtomobilist kann dabei weiter auf die Erfahrung von Pavel Datsyuk setzen. Der 43-Jährige wird damit auch wieder der älteste Spieler in der KHL sein. Zusätzlich holte sich Avtomobilist mit Stephane Da Costa, Shane Prince, Ryan Spooner, Patrice Cormier, und Verteidiger Jesse Blacker mehr als nur solide Verstärkungen mit Liga Erfahrung in das Team. 

Vor zwei Jahren wollte Traktor Chelyabinsk unbedingt den Gagarin Cup gewinnen und erreichte am Ende nicht einmal die Playoffs. In der abgelaufenen Saison konsultierte Traktor sich und heuer soll ein weiterer Schritt nach vorne folgen. So konnte das Team aus Chelyabinsk mit Verteidiger Albert Yarullin und mit Vladimir Tkachyov und Teemu Pulkkinen zwei Ex-Lokomotiv Spieler in das Team holen. Zusätzlich kommen von Gagarin Cup Champion Avangard Omsk  Alexei Potapov und Andrey Stas. Aus Nordamerika kehrten auch noch Vitaly Abramov und Emil Garipov zurück.

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Salavat Yulaev, Metallurg Magnitogorsk, Barys Nur-Sultan und Sibir Novosibirsk haben wohl die besten Chancen sich auf die erste Hälfte der East Conference Tabelle konzentrieren zu können.

Salavat Yulaev kann dabei weiter auf den finnischen Sturm um Teemu Hartikainen, Markus Granlund und Sakari Manninen setzen. Die drei Finnen haben in der vergangenen Spielzeit mit 70 Toren 39% aller Salavat Yulaev Tore des abgelaufenen Grunddurchgangs (181) erzielt. Juha Metsola gilt, trotz seiner bisher schwächsten KHL Saison, weiter zu einem der sichersten Torhüter. Den Anschluss an die Spitze zu halten wird für Trainer Tomi Lamsa, der in seine zweite Saison als Salavat Yulaev Head Coach geht, aber alles andere als einfach.

Ebenfalls den Anschluss an die East Cnference Top Teams will Metallurg Magnitogorsk nicht verlieren. Mit Sergei Mozyakin, der Anfang Juli seinen Rücktritt aus dem aktiven Sport bekanntgab, fehlt Magnitogorsk wohl einer der ganz großen KHL Spieler. Mit Brendan Leipsic und Nikita Korostelyov wurden aber gleich zwei Stürmer, die zuletzt für CSKA Moskau tätig waren, verpflichtet. Zusätzlich wurde mit Denis Zernov im Tausch für Nikolai Prokhorkin der drittbeste Scorer des amtierenden Gagarin Cup Champions ins Team geholt. Cheftrainer Ilya Vorobyov setzt wie im Vorjahr mit Mike Pelino als Assistenztrainer heuer mit Mark French weiter auf zusätzliches Know-How aus Kanada. Zusätzlich bringt French selbst Erfahrung aus der KHL mit. War er doch in der Saison 2013-2014 Head Coach von Medvescak Zagreb.

Bei Barys Nur-Sultan tat sich Yuri Mikhailis schwer, die Nachfolge von Trainer Andrei Skabelka anzutreten. Gelangen diesem doch mit Platz 5 2018-2019 und Platz 4 in der Saison 2019-2020 die besten Platzierungen des kasachischen KHL Teams seit dem Ligaeinstieg 2008. Mit Eric Martinsson und Olle Alsing wurden zwei Schweden für die Defensive geholt. Die beiden Kanadier Cody Kunyk und Christian Thomas verbrachten das letzte Jahr in Finnland. Von den vier neuen Barys Legionären bringt aber nur Christian Thomas KHL Erfahrung mit. Dieser bestritt zwischen November 2018 und Februar 2020 insgesamt 59 Spiele für Traktor Chelyabinsk, dabei brachte es der 29-Jährige auf 23 Punkte (12+11).

Sibir Novosibirsk startet mit Andrei Martemyanov als neuem Head Coach in die Saison. Der 58-Jährige kehrt  damit nach zwei Jahren Pause als aktiver Trainer zurück. Mit Trevor Murphy, der von Ak Bars Kazan nach Novosibirsk wechselt, und Nick Shore setzt Martemyanov auf erfahrene Spieler. Shore bringt neben seinem Gastspiel bei Metallurg 2018-2019 insgesamt Erfahrung aus fünf Jahren NHL mit, in der abgelaufenen Saison wurde der US Amerikaner mit dem EV Zug Schweizer Meister.

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Mit Neftekhimik Nizhnekamsk, Amur Khabarovsk, Kunlun Red Star und Liga Rückkehrer Vladivostok Admirals wird es wohl nur darum gehen sich für die Playoffs zu qualifizieren.

Neftekhimik erreichte im vergangenen Spieljahr die schlechteste Platzierung seit fünf Jahren. Mit Oleg Leontyev wurde auch einer neuer Head Coach bestellt. Für den 50-Jährigen wird dies, nach seinem etwas mehr als zwei Monate dauerten Kurzeinsatz als Head Coach bei den Admirals in der Saison 2017-2018, sein erstes Amt als Cheftrainer einer KHL Mannschaft sein. Mit Frans Tuohimaa holte man einen Finnen als Torhüter und in der Defensive verstärkte man sich mit den beiden Tschechen Lukas Klok und Ronald Knot. Ein  weiterer neue Legionär wird Dan Sexton sein, der von Avtomobilist nach Nizhnekamsk wechselte. Der Slowake Libor Hudacek, mit 38 (17+21) beste Scorer des Teams, wird nach seinem Kurzgastspiel in der Schweiz weiter für Neftekhimik stürmen.

Amur Khabarovsk muss in diesem Jahr den Abgang der Zohorna und Ushenin Twins verkraften. Vor allem Tomas Zohorna gehörte seit 2015 zu den absoluten Topscorern. So erzielte Tomas in seinen insgesamt 314 Spielen für Amur 166 Punkte (65+101). Mit Valentin Pyanov verließ aber auch der zweitbeste Scorer der abgelaufenen Saison Khabarovsk in Richtung Novosibirsk. Um diese Lücken zu füllen setzt der neue Trainer Vladimir Vorobyov erneut auf Spieler aus Tschechien. So wurden David Tomasek und Radan Lenc verpflichtet. Für beide Stürmer ist dies aber die erste Erfahrung in der KHL. Auch im Tor bleibt Amur weiter auf der tschechischen Welle, so ersetzt Patrick Bartosak seinen Landsmann Marek Langhamer

Kunlun Red Star wird auch die diesjährige Saison in der Arena Mytishchi am Stadtrand von Moskau bestreiten. Kunlun holte vor allem chinesische Spieler aus der VHL in das Team. Dies soll auch der Vorbereitung für das chinesische Nationalteam auf die Olympischen Spielen in Peking behilflich sein. Wirkliche Verstärkungen sind beim chinesischen KHL Team aber nicht ausfindig zu machen und zusätzlich verließ der Tscheche Andrej Sustr Kunlun in Richtung NHL. Neben dem tschechischen Verteidiger verließ mit Hunter Shinkaruk auch der zweitbeste Kunlun Stürmer der abgelaufenen Spielzeit das Team in Richtung Dinamo Riga.

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