Mit dem Jahreswechsel geht für die KHL ein bewegtes Jahr zu Ende. Es brachte verkürzte Playoffs, dem Austieg von Jokerit Helsinki und dem zweiten Gagarin Cup für CSKA. Das Team aus Moskau bezwang in sieben Spielen die Mannschaft von Metallurg Magnitogorsk. Alexander Popov beendete mit seinem zweiten Gagarin Cup seine Karriere.
Neben dem Stürmer beendete Dynamo Moskau Goalie Alexander Yeryomenko ebenfalls seine Karriere. Yeryomenko konnte zwischen 2011 und 2013 gleich drei Mal den Gagarin Cup gewinnen.
Einer der Nachfolger dieser großen Namen in der KHL könnte Matvei Michkov werden. Der 18-Jährige gab am 23. Dezember im Spiel zwischen dem HC Sochi und den Kunlun Red Star sein erstes KHL-Debut. Im darauffolgenden Spiel gelang dem Stürmer der erste KHL-Treffer. Mit 18 Jahren und 16 Tagen ist er der jünste Spieler der HC Sochi Organisation, dem dies gelang.
Einen Meilenstein in seiner Karriere konnte im Dezember Nikita Gusev aufstellen. So gelang dem 30-Jährigen SKA-Stürmer am 20. Dezember nach einem Punkte Streak von 7 Toren und 7 Assist in sieben Begegnungen sein 300. Karriere Assist. Bis zum Jahresende brachte es Gusev noch auf vier weitere Vorlagen. Gusev ist damit neben Vadim Shipachyov, Sergei Mozyakin, Alexander Radulov, Danis Zaripov und Linus Omark der erst sechste Spieler in der KHL der diese Marke erreichen konnte.
Gusev's Teamkollege Dmitrij Jaskin konnte seinen ersten großen Meilenstein in der KHL erreichen. Der Tscheche erzielte in der letzten Dezemberwoche seinen 100. Punkt in der Liga. Dies gelang Yaskin in seinem 176. KHL-Spiel. Damit hat der 29-Jährige diese Marke als bisher schnellster Spieler erreichte. Den bisherigen Rekord hielt Sergei Mozyakin, der für seine ersten 100 Punkte 202 Begegnungen benötigte.
Diese beiden Spieler waren mitbeteiligt das SKA St. Petersburg trotz der 5:6-Overtime-Niederlage am 30. Dezember mit 74 Punkten aus 46 Spielen als das KHL-Top-Team in das Jahr 2023 starten wird. SKA musste seit dem 2. September nur sieben Mal das Eis ohne einen Zähler verlassen. Zusätzlich konnte man mit 27 Siegen auch die meisten Erfolge nach 60 Minuten aller KHL-Mannschaften einfahren. Mit 25 Siegen nach 60 Minuten liegt mit Lokomotiv Yaroslavl der erste Verfolger von SKA in der West Conference auf Platz 2 dieser Wertung.
In der East Conference sieht die Sache zum Jahreswechsel etwas enger aus. So fiel die Endscheidung, welches Team als Conference-Leader in das Jahr 2023 gehen sollte, erst am letzten Spieltag des Jahres 2022. Dabei mussten die beiden Top-Teams Avtomobilist Ekaterinburg und Metallurg Magnitogorsk jeweils auswärts antreten. Da sich Metallurg Magnitogorsk bei Traktor Chelyabinsk mit 2:5 verloren geben musste, konnte Avtomobilist Ekaterinburg bei Sibir Novosibirsk bei der 0:1-Shootout-Niederlage zumindest eine Punkt holen. Es geht nun mit 62 Punkten aus 45 Spielen in das Jahr 2023.
Einer der Stützen im abgelaufenen Dezember bei Avtomobilist war dessen Torhüter Johan Mattsson. Er konnte in der ersten Dezemberwoche zwei Spiele in Folge jeweils mit einem Shutout beenden, weshalb er zum KHL-Spieler der ersten Dezemberwoche ernannt wurde.
Als Topscorer der Saison geht ebenfalls ein Spieler von Avtomobilist Ekaterinburg ins Jahr 2023.
Stephane Da Costa brachte es in 35 Spielen auf 44 (14+30) Punkte. Somit verwies der Franzose seinen deutschen Teamkollegen Brooks Macek auf Platz 2. Macek brachte es auf 42 (27+15) Punkte. Damit benötigt der 30-Jährige nur noch vier Punkte, um seine bisher erfolgreichste KHL-Spielzeit einzustellen. Diese gelang Macek bei seiner Avtomobilist-Premiere in der Saison 2019-2020, wo er es mit 24 Toren und 22 Assist auf 46 Scorerpunkte brachte. Mit 28 Toren ist der Deutsche der erfolgreichste KHL-Torschütze des gesamten KHL-Kalenderjahr 2022. Zusätzlich gelangen Macek im Jahr 2022 gleich sechs Doppelpacks.