Nach der KHL-Schlusszeremonie und den Weltmeisterschaften mit zahlreichen KHL-Akteuren rücken nun Transfers in den KHL-Mittelpunkt.

Am 30.April endete mit dem zweiten Gagarin Cup Titel von CSKA Moskau die Saison 2021-2022.
Nachdem es am Eis ruhiger geworden war, fand Ende Mai die bereits traditionelle Abschlussgala statt, wobei die besten KHL Spieler der abgelaufenen Spielzeit ausgezeichnet wurden. Dabei stand erneut der neue Gagarin Cup Champion im Mittelpunkt.
So erhielt CSKA Head Coach Sergei Fedorov gleich in seiner ersten Saison die Auszeichnung für den besten Trainer der abgelaufenen Saison. Fedorov ist damit nach Dimitri Kvartalnov (2016) und Igor Nikitin (2019) erst der dritte CSKA Cheftrainer, der diese Auszeichnung erhielt.

Mit Ivan Fedotov kommt auch der beste Torhüter der Saison vom neuen Gagarin Cup Champion. Vor ihm erhielt mit Ilya Sorokin (2016) erst ein Akteur im CSKA Tor diese Auszeichnung.

Mit Vadim Shipachyov und Alexander Yeryomenko bekamen aber auch zwei Dynamo Spieler eine persönliche Auszeichnung verliehen. Mit 67 (24+43) Punkten war Shipachyov zum dritten Mal der beste Spieler der regulären Saison und zog damit mit Alexander Radulov gleich.

Im Gegensatz zu Radulov, der den Titel 2011 und 2012 mit Salavat Yualev und 2015 mit CSKA Moskau erhielt, konnte der Dynamo Moskau Stürmer diese Auszeichnung gleich dreimal in Folge gewinnen.

Yeryomenko, der Ende März nach 22 Profijahren, davon die letzten neun Jahre wieder bei seinem Stammklub Dynamo Moskau, seine aktive Karriere beendete, erhielt die Auszeichnung als loyalster Spieler.

Mit Niko Ojamaki gelang es erstmals einem Spieler von Vityaz Podolsk einen „Award“ zu erhalten. Der 26-Jährige Finne traf in der regulären Saison 29 Mal und war somit der beste Torschütze der gesamten Liga.

Alle Preisträger im Überblick:

Gagarin Cup Champion: CSKA Moskau

West Conference: CSKA Moskau
Ost Conference: Metallurg Magnitogorsk
Team mit den meisten Toren: Metallurg Magnitogorsk
Bester Trainer: Sergei Fedorov CSKA Moskau
Wertvollster Spieler der regulären Saison: Alexander Yeryomenko, Dynamo Moskau
Bester Torschütze der reg Saison:  Niko Ojamaki, Vityaz Podolsk
Bester Torhüter: Ivan Fedotov, CSKA Moskau
Beste +/- Statistik: Artyom Minulin, Metallurg Magnitogorsk
Bester Verteidiger: Nick Bailen, Traktor Chelyabinsk
Auszeichnung für Loyalität: Alexander Yeryomenko , Dynamo Moskau
Bester Rookie: Arseny Gritsyuk, Avangard Omsk
MVP (Goldener Schläger): Vadim Shipachyov, Dynamo Moskau

Erfolgreichste Linie der reg. Saison: Jakob Lilja, Curtis Valk, Nikita Mikhailis, Barys Nur-Sultan

All Star Team:
Torhüter: Ivan Fedotov (CSKA)
Verteidiger: Nikita Nesterov (CSKA), Egor Yakovlev (Metallurg Magnitogorsk)
Stürmer: Andrey Kuzmenko (SKA), Vadim Shipachyov (Dynamo Moskau), Nikolai Goldobin (Metallurg Magnitogorsk)

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Neben diesen Auszeichnungen setzten der IIHF Weltmeisterschaft in Finnland einige KHL Akteure der Saison 2021-2022 ihren Stempel auf. Im Vordergrund stand dabei Juho Olkinuora. Bei der Heimweltmeisterschaft in Tampere schlug für den ehemaligen Metallurg Magnitogorsk Torhüter die ganz große Stunde. So feierte er gleich in seinem ersten Spiel gegen Norwegen mit dem 5:0 Sieg sein erstes Shutout. Dies gelang ihm auch in den Spielen gegen Großbritannien und Österreich und auch zum Abschluss der Gruppenphase ließ „Olki“ gegen Tschechien keinen Gegentreffer zu. Er erreichte damit am Ende gleich vier Shutouts in diesem Turnier.

Am Ende ging es im Finale gegen Kanada um WM Gold und dies schien nach 55 Minuten beim Spielstand von 3:1 für die Löwen als gesichert. Doch Kanada konnte in den letzten drei Minuten eine Overtime erzwingen. Der Finne gab zu nach diesen beiden Toren frustriert gewesen zu sein wusste er doch über die Gefahren eines Overtime: „Die Verlängerungschargen sind klein. Man muss wach sein. Normalerweise enden die Überstunden in den ersten zehn Minuten und so war es auch. Der Fluch des Heimturniers ist endlich gebrochen. Es war ein großartige Team, das glücklicherweise die Auszeichnung des WM Titels erhalten hat“ resümierte Olkinuora den Titelgewinn.

Nachdem erfolgreichen Finalspiel bei den olympischen Spielen war dies für Olkinuora die zweite Goldmedaille innerhalb von vier Monaten und zugleich wurde der Finne wurde auch noch zum besten Torhüter des Turniers und zum MVP ernannt.

Neben dem ehemaligen Metallurg Goalie standen aber auch einige finnische  Teamkollegen von Olkinuora im Mittelpunkt. Marko Anttila (Jokerit), der zwei ganz wichtige Tore im Viertelfinale gegen die Slowakei erzielen konnte und so Finnland auf die Siegerstrasse brachte, sowie der ehemalige SKA-Verteidiger Mikko Lehtonen, der als torgefährlichster Blue-Liner das Turnier beendete.

Die beiden Ex Salavat Yulaev Stürmer Sakari Manninen und Teemu Hartikainen setzten ihre effektive Partnerschaft auch mit Markus Granlunds Bruder aus der NHL Mikail fort.

Neben Verteidiger Lehtonen, der zuletzt bei SKA tätig war, sowie dem ehemaligen Jokerit-Stürmer Hannes Bjorninen waren auch noch Avangard Omsk Stürmer Ville Pokka sowie Finnland Back Goalie Up Harri Sateri (Sibir Novosibirsk) und Frans Tuohimaa (Neftekhimik Niznekamsk) im erfolgreichen finnischen Weltmeistschaftskader.

Tschechien konnte mit Trainer Head Coach Kari Jalonen, der von 2011 bis 2013 in der KHL als Head Coach tätig war und 2014 mit Lev Praha im Gagarin Cup Finale stand, erstmals seit 2012 mit dem dritten Platz wieder eine Medaille gewinnen. Dabei standen mit Defender David Sklenicka (Jokerit Helsinki) und Michal Jordan (Amur Khabarovsk), die zuletzt in der KHL tätig waren, sowie Roman Cervenka, Tomas Kundratek, Hynek Zohorna, Marek Langhamer, Michal Kampny, Matej Stransky und Jiri Smejkal gleich neun ehemalige KHL Spieler im Kader der tschechischen Löwen.

In den letzten Wochen tat sich auch bereits einiges am Transfermarkt, hier ein Überblick über die wichtigsten Vereinswechsel:
Der dreifache KHL MVP Vadim Shipachyov verlässt nach vier Jahren Dynamo Moskau und unterschrieb einen Vertrag für die kommenden drei Spielzeiten bei Ak Bars Kazan.

Der amtierende KHL Titelträger CSKA Moskau muss sich nach vier Jahren wieder auf die Suche nach einem neuen Kapitän machen. Wechselte der 32-jährige Sergei Andronov nach insgesamt 11 Jahren bei CSKA zu Lokomotiv Yaroslavl.
Nikolai Prokhorkin kehrt nach einem Jahr bei Metallurg und zuletzt bei Avangard Omsk zurück zu SKA St.Petersburg, wo er bereits von 2016 bis 2019 tätig war.

Nach zwei Spielzeiten bei Avangard Omsk wechselt Ilya Kablukov zu Dynamo Moskau.

Metallurg Magnitogorsk konnte nach dem Abgang von Juho Olkinuora mit dem Kanadier Eddie Pasquale einen starken Ersatz auf der Torhüterposition an den Klub binden. Zusammen mit Vasily Koshechkin, der eine weitere Saison in Magnitogorsk anhängt, sollte die Torhüterposition bei Metallurg abgesichert sein. Zusätzlich konnte Metallurg mit Philippe Maillet einen weiteren Kanadier für ein weiteres Jahr an den Klub binden.

Doch auch Avangard Omsk konnte sich mit Christian Jaros einen Spieler aus dem Ausland sichern. Der 26-jährige Verteidiger verbrachte die letzten fünf Jahre in Nordamerika, wo er neben den zuletzt 11 Spielen für die New Jersey Devils insgesamt 94 Spiele in der NHL bestritt. Der Slowake unterzeichnete einen Vertrag für die kommende Saison bei den Falken.

Mit Verteidiger Trevor Murphy konnte Sibir Novosibirsk einen neuen Vertrag für die kommende Spielzeit unterzeichnen. Dem Kanadier gelangen in der abgelaufenen Saison in 26 Spielen 19 (6+13) Punkte und damit war der 26-Jährige bei Sibir der Verteidiger mit den meisten Scorerpunkten des Teams.

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