Andreas Robanser Andreas Robanser
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Nach dem ersten Olympiagewinn für Finnland und der Bronze-Medaille für die Slowakei starten in der KHL nun die Playoffs.

Im abgelaufenen Monat Februar gab es durch die Olympischen Winterspiele in Peking kein einziges Spiel in der KHL, doch trotzdem stand die Liga im Mittelpunkt des Eishockeyinteresses. Stand doch bei den 12 Olympiateilnehmern abgesehen von den Teams aus Deutschland und der Schweiz zumindest ein aktiver KHL-Spieler im Kader. Stellte Dänemark mit Jesper Jensen gerade einmal einen Spieler, bestanden die Teams des olympischen Komitees Russland und Chinas ausschließlich aus Spielern der KHL.

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Am Ende belegten KHL-Spieler in den diversen Olympiastatistiken beinahe in allen Spezialwertungen den Topplatz.

Mit dem erst 17-Jährigen Juraj Slafkovsky konnte ein Bronzemedaillengewinner mit 7 Toren die Topscorer Wertung vor Salavat Yulaev Stürmer Sakari Manninen 7 (4+3) gewinnen. Zusätzlich sicherte sich der Slowake auch den MVP Titel.

Die +/- Statistik war fest in der Hand von Salavat Yulaev, so beendete Teemu Hartikainen das Turnier gleich mit +8. Gleich vier Finnen fanden sich dabei unter den Top 5, wobei mit Sakari Manninen (+7) einem weiteren Ufa Spieler der Sprung unter die ersten fünf Spieler gelang.

Zusammen mit Hartikainen und Markus Granlund konnte sich dieses Salavat Yuleav Trio auch über die erste Olympia-Goldmedaille ihres Landes freuen.

Der 28-Jährige Slowake Patrik Rybar von Dinamo Minsk war mit einer Fangquote von 96,6 % ebenfalls einer der wichtigsten Akteure im slowakischen Team. Mit diesem Wert wies der Slowake die beste Fangquote auf und und war ein zentraler Spieler im Kader von Trainer Craig Ramsay. Die Mannschaft konnte mit dem 4:0 Sieg im Spiel um Platz 3 gegen Schweden die erste Olympiamedaille im Eishockey für die Slowakei gewinnen.

Gold ging wie bereits angesprochen erstmals an Finnland, wobei mit Hannes Bjorninen ebenfalls ein KHL-Spieler von Jokerit Helsinki den goldenen Treffer zum 2:1 Endstand erzielen konnte.

Der Titelverteidiger aus Russland musste sich hingegen mit Silber die Spiele 2022 in Peking beenden. Mikhail Grigorenko von CSKA Moskau erzielte dabei den einzigen Treffer des ROC in diesem Finalspiel zur 1:0 Führung.

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Doch auch Gastgeber China konnte in Peking Eishockeygeschichte schreiben. Die chinesische Mannschaft bestehend aus dem KHL-Team der Kunlun Red Stars und hielt bei allen Spielen lange mit. Am Ende konnte wohl in den drei Spielen kein Punkt erzielt werden. Doch konnte Parker Foo (Shuai Fu) mit dem Treffer zum 1:3 im Spiel gegen Deutschland den ersten Treffer einer chinesischen Mannschaft bei olympischen Spielen erzielen. Am Ende konnte das gastgebende Land über vier Turniertreffer jubeln, wobei Cory Kane (An Jian) zwei Tore erzielen konnte.

Nun geht es für zahlreiche Olympia-Medaillengewinner in der KHL mit den Playoffs in die nächste wichtige Phase.

Dabei treffen im Westen CSKA Moskau und Lokomotiv Yaroslavl aufeinander. Dabei startet CSKA Moskau gleich mit 10 Olympiateilnehmern in das Duell gegen Lok, die mit drei Olympiastartern in diese erste Playoff Runde gehen. In den drei bisherigen Saisonduellen konnte sich jeweils das Heimteam knapp durchsetzen, wobei zwei Spiele erst in der Overtime entschieden wurden.

SKA St.Petersburg geht als bestes Team aus dem Westen mit sieben Olympiateilnehmern in das Duell mit Dinamo Minsk. Den Bisons gelang es zum zweiten Mal in Folge die Playoffs zu erreichen und mit Libor Hudacek und Torhüter Patrik Rybar stehen neben dem Schweden Lukas Bengtsson drei Teilnehmer von Beijing 2022 im Kader. Bereits in der vergangenen Saison kam das Aus für Dinamo in der ersten Playoff Runde gegen SKA. In den beiden Spielen der Saison 2021-2022 feierte SKA jeweils einen 2:1 Erfolg, wobei in Minsk das Spiel erst in der Overtime entschieden wurde.

Im dritten Duell der West Conference trifft Dynamo Moskau auf das Überraschungsteam dieser Spielzeit Severstal Cherepovets. Severstal geht dabei mit Olympiasieger Jonas Nattinen mit nur einem Olympiateilnehmer in diese Serie mit Dynamo Moskau. Die Blau-Weißen stehen mit vier Olympioniken am Start. Mit Vadim Shipachyov 67 (24+43) Punkten ist der KHL-Topscorer des abgelaufenen Grunddurchgangs im Kader von Dynamo. Dieses Duell gab es ebenfalls in den vergangenen Playoffs, wobei sich Dynamo mit 4:1 durchsetzen konnte. Die beiden Spiele des diesjährigen Grunddurchgangs konnte jeweils das Heimteam für sich entscheiden.

Die vierte Paarung im Westen (Jokerit Helsinki und Spartak Moskau) findet nach dem freiwilligen Verzicht des finnischen KHL-Klubs wegen der Ukraine-Krise nicht statt. Spartak Moskau steht damit vorzeitig in der zweiten Playoff Runde.

Im Osten startet das beste Team der KHL, Metallurg Magnitogorsk, mit fünf Olympiateilnehmern in die Serie gegen Barys Nur-Sultan. Barys startet zum vierten Mal in Folge in einer KHL-Postseason in dieses Duell, diesmal mit den Bronzemedaillengewinnern Tomas Jurco und Linden Vey. In den vier bisherigen Spielen konnten beide Mannschaften jeweils einen Auswärtssieg feiern. In den letzten Playoffs setzte sich Metallurg erst im sechsten Spiel gegen Barys mit dem Score von 4:2 durch.

Traktor Chelyabinsk trifft mit fünf Olympiastartern auf Nizhnekamsk. Neftekhimik mit drei Olympiateilnehmern konnte im abgelaufenen Grunddurchgang zwei der drei Spiele für sich entscheiden, in der ewigen Wertung hält Traktor bei insgesamt 29 Siegen gegenüber 25 von Neftekhimik in den direkten 54 Spielen.

Für die drei Olympiasieger Sakari Manninen, Markus Granlund und Teemu Hartikainen geht es in den Playoffs mit Salavat Yulaev nun gegen Sibir Novosibirsk los. Sibir hält dabei mit Goldmedaillengewinner Harri Sateri und Bronzegewinner Michal Cajkovsky und Nick Shore entgegen. Von den beiden Spielen in der regulären Saison gingen beide Spiele an Sibir. Sibir steht zugleich nach einem Jahr Pause wieder in den KHL Playoffs.

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Das Duell mit der größten Spannung wird aber wohl das Duell zwischen Ak Bars Kazan und Gagarin Cup Titelverteidiger Avangard Omsk werden. Kazan startet mit sechs Olympiateilnehmern gegen sieben Pekingstartern auf Seiten von Avangard Omsk in dieses Duell.

Im letzten Jahr trafen sich diese beiden Teams im Conference Finale, wobei sich Avangard erst im Spiel 7 sich mit einem 4:3 Overtime Sieg in Kazan durchsetzen konnte. Das letzte Duell in Runde 1 konnten 2019 mit 4:0 ebenfalls die Falken für sich entscheiden. Die drei Aufeinandertreffen im abgelaufenen Grunddurchgang 2021-2022 konnte aber jeweils Ak Bars Kazan gewinnen.

Nach dem Playoff-Ausstieg von Jokerit Helsinki entschied sich wegen der Ukraine-Krise der lettische KHL-Klub Dinamo Riga für einen Ligaausstieg.

Dinamo Riga gehörte der Liga seit dem Gründungsjahr 2008 an und erreichte fünf Mal die Playoffs wobei es zweimal bis in das Conference Semifinale ging.

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