Andreas Robanser Andreas Robanser
exclusive for khl.ru

Mit Dynamo Moskau und Jokerit Helsinki im Westen, sowie Salavat Yulaev und Metallurg Magnitogorsk im Osten konnten gleich vier Teams im Startmonat 10 Siege einfahren.

Die ersten 30 Tage der 14. KHL Saison sind bereits Geschichte. Diese begann am 1.September mit einem klaren 4:0 Erfolg des amtierenden Gagarin Cup Champions Avangard Omsk gegen den CSKA Moskau. Dabei zeigte der Slowake Peter Cehlarik gleich in seinem ersten KHL Spiel auf und steuerte wie Corban Knight gleich zwei Tore bei. Beide Spieler führen auch die klubinterne Scorerliste mit jeweils 12 Punkten an. Cehlarik (8+4) gelang in den bisherigen 10 Spielen die meisten Tore aller Avangard Spieler. Der Kanadier Knight hält in seiner dritten Saison bei Avangard bei 5+7 Punkten. Wirklich ideal lief dieser erste Monat für den amtierenden Titelverteidiger von Trainer Head Coach Bob Hartley aber nicht. So liegen die Falken nach 10 Spielen mit 12 Punkten nur auf dem 6.Platz der East Conference.

Avangard team. Credits: Yury Kuzmin

Die beiden Mannschaften des Monats September in der West Conference sind Dynamo Moskau und Jokerit Helsinki. Dynamo Moskau legte den besten Start aller Teams hin und blieb gleich acht Spiele in Folge ungeschlagen. Dabei zeigte Vadim Shipachyov in den bisherigen elf Spielen erneut seine Gefährlichkeit. So führt der KHL Topscorer und Golden Stick Winner der abgelaufenen Spielzeit mit 26 (9+17) Scorerpunkten bereits wieder klar die Liga Scorerwertung vor Philippe Maillet von Metallurg Magnitogorsk an. Insgesamt holte Dynamo Moskau aus den 11 Spielen im September 20 Zähler.

Die acht Erfolge zu Beginn brachten Dynamo Head Coach Alexei Kudashov einen neuen Rekord. So konnte der 50-Jährige mit insgesamt 24 Siegen in Folge den alten Rekord von Oleg Znarok übertreffen. Kudashov, der in seiner letzten aktiven Karriere unter Oleg Znarok mit Dynamo den Gagarin Cup gewann, konnte auch als Trainer nach SSKA St.Petersburg und nun mit Dynamo Moskau in Znaroks Fußstapfen treten.

Praktisch gleichauf mit den Blauen aus Moskau liegt Jokerit Helsinki. Die Finnen feierten nach den beiden Auftaktniederlagen zuletzt aber gleich neun Siege in Folge. Diese waren aber recht schwer erarbeitet, so mussten die Joker gleich zweimal in die Overtime und zweimal sogar in ein Penaltyschießen. Dabei konnte man jeweils als Sieger hervorgehen. Jesse Joensuu war dabei der Mann für spezielle Fälle. So fixierte er beide Shootout-Erfolge mit seinen jeweils entscheidenden Versuchen. Zuletzt konnte der 33-Jährige gegen Ak Bars Kazan mit einem erfolgreichen Penalty Shot den neunten Sieg in Folge fixieren.

Zu ihrem Klubrekord von 15 Siegen in Folge aus der Saison 2017-2018 fehlen aber noch sechs weitere Erfolge.

Die Finnen halten nun wie Dynamo Moskau, Metallurg Magnitogorsk und Salavat Yulaev bei bereits zehn Saisonerfolgen.

Wie Dynamo und Jokerit im Westen so legten im Osten Salavat Yulaev und Metallurg Magnitogorsk einen sehr guten Start in diese Saison hin. Das Team aus Ufa konnte gleich sieben Spiele in Folge gewinnen, bevor man am 21.September mit der 1:2 Niederlage bei Severstal Cherepovets die einzige Niederlage im September hinnehmen musste. Mit nur 1.38 Gegentoren pro Spiel bestreitet der Ufa Torhüter im Moment seine bisher stärkste KHL Saison. Im Angriff konnte sich Salavat Yulaev in diesen bisherigen Spielen wieder auf Sakari Manninen (7+6) und Markus Granlund (2+11) mit jeweils 13 Punkten verlassen. Mit Sergei Shmelyov (4+7) und Nikolai Kulemin (2+7) folgen aber bereits zwei Neuzugänge.

Nikolai Kulemin. Credits: Svetlana Sadykova

Mit Metallurg Magnitogorsk scheint einer der erfolgreichsten russischen Eishockeymannschaften der 2000er Jahre wieder den Weg an die Spitze gefunden zu haben. Konnte man doch zwei Superliga und zwei KHL Gagarin Cup-Entscheidungen für sich verbuchen. Seit der Rückkehr des Erfolgstrainers Ilya Vorobyov im Spätherbst 2019 zeigt die Kurve der Stahlstädter wieder nach oben. Mit Philippe Maillet wurde auch der nötige Topscorer gefunden. Der Kanadier brachte es in seinen bisherigen elf KHL Einsätzen auf bereits 17 (6+11) Punkte.

Am vergangenen Samstag gab es aber auch bereits den ersten Trainerwechsel in dieser KHL Spielzeit. Igor Nikitin übernahm nach einem schrecklichen Start von Lokomotiv Yaroslavl die Head Coach Position von Andrei Skabelka. Dieser musste nach der 2:3 Niederlage gegen Vityaz - seiner insgesamt sechsten Niederlage - seinen Trainerstuhl räumen. Igor Nikitin kehrte damit nach der Trainer-Rochade im Sommer bei CSKA Moskau nach nur einigen Wochen Pause wieder in das Trainergeschäft zurück. Mit ihm konnten die Eisenbahner dann auch gleich beide Auswärtsspiele bei Avangard Omsk und Vityaz Podolsk mit jeweils 4:1 gewinnen und bewegen sich mit diesen beiden Erfolgen wieder Richtung obere Tabellenhälfte.

Brooks Macek ist in dieser Saison wieder der einzige verbliebene deutschsprachige Spieler in der KHL. In seiner bereits dritten Saison mit Avtomobilist Ekaterinburg gelangen dem Deutschen in den bisherigen 12 Begegnungen 4 Treffer und 2 Vorlagen. Damit liegt der 29-Jährige hinter den beiden Avtomobilist Neuzugängen Ryan Spooner mit 9 (3+6) und Stephane Da Costa 8 (5+3), sowie hinter dem weiterhin sehr konstant punktenden Alexei Makeyev mit 8 (3+5) Punkten auf Platz vier der klubinternen Scorerwertung.

Brook Macek. Credits: Yury Kuzmin

Andreas Robanser Andreas Robanser
exclusive for khl.ru
Share
Прямая ссылка на материал
Распечатать