Andreas Robanser Andreas Robanser
exclusive for khl.ru
Neben Russland (18), Weißrussland (21), Lettland (15) und Kasachstan (18) und Finnland (11) setzten auch Tschechien und Schweden mit jeweils 8 Spielern, sowie die Slowakei mit zwei Spielern KHL-Player. Die Mannschaften aus Dänemark, USA, Kanada und Deutschland hatten jeweils einen Spieler aus der KHL.

Bei den Deutschen war dies Korbinian Holzer. Der 33-Jährige wechselte erst Anfang November nach 10 Jahren in Nordamerika zu Avtomobilist Ekaterinburg.

Für die DEB Auswahl und Korbinian Holzer startete die Weltmeisterschaft mit dem Spiel gegen Italien. Das ist ein Spiel, dass wir gewinnen müssen, wenn wir ins Viertelfinale kommen wollen“, so der Verteidiger vor dem Spiel. 

Am Ende hieß es 9:4 für Deutschland. Es folgten ein 5:1 Erfolg gegen Norwegen und mit dem 1:3 gegen Kanada die erste Niederlage. Die Euphorie im Team wurde dann aber nach der 2:3 Niederlage gegen Kasachstan gebremst, war nun das Mindestziel Viertelfinale doch wieder in Gefahr. Nach zwei weiteren Niederlagen gegen Finnland und die USA kam es im letzten Spiel der Gruppenphase zum Finalspiel gegen Lettland, wo ein Sieg bei beiden Teams die Viertelfinalteilnahme bedeuteten würde. Dies gelang dem DEB Team mit einem 2:1 Erfolg.

Im Viertelfinale lag Deutschland gegen die Schweiz, mit Ex-Avangard Omsk Spieler Sven Andrighetto bereits mit 0:2 zurück, doch am Ende setzte sich Deutschland mit 3:2 nach Verlängerung durch. Im Semifinale forderte dann die Mannschaft von Korbinian Holzer den Finnen alles ab, doch der amtierende Weltmeister Finnland setzte sich durch Tore von Iiro Pakarinen von Jokerit Helsinki und Hannes Bjorninen mit 2:1 durch. Juho Olkinuora gelangen dabei gleich 28 Saves. 

Holzer zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht: Die Mannschaft hat so hart gearbeitet und in den vergangenen Wochen sehr viel geopfert. Wir wollten in das Finale einziehen, heute hat es aber nicht gereicht.“ Der 33-Jährige sah aber auch viel Positives: „Wann hat eine deutsche Nationalmannschaft schon mal gegen einen amtierenden Weltmeister wie Finnland das Spiel selbst gemacht und sich nicht bloß hinten hinein gestellt? Auf dem muss man aufbauen, es wird aber sicher noch dauern, bis wir realisieren, was wir geschafft haben. Wir wollten mehr.“

Dieses Ziel Viertelfinale erreichte in diesem Jahr Schweden nicht, das Te Kronor Team konnte sich erstmals seit dem Jahr 1937 nicht unter den Top 8 Nationen platzieren. Die USA zog mit einem 6:1 Sieg über die Slowakei sicher in das Semifinale ein und Finnland bezwang Tschechien mit 1:0.

Der Sieger der Gruppe A Russland traf im Viertelfinale gleich zu Beginn gegen die bis dahin enttäuschenden Kanadier. Diese zeigten aber ihr bestes Spiel des bisherigen Turniers. Nachdem Russland durch durch Yevgeni Timkin in Front gehen konnte, gelang den Kanadiern im zweiten Abschnitt im Powerplay durch Adam Henrique der Ausgleich und in der Overtime besiegelte Andrew Mangiapane dann mit seinem Treffer zum 2:1 das frühe Aus der Russen. Diese bleiben damit zum vierten Mal in Folge bei einem Weltmeisterschafts Playoff Spiel gegen Kanada ohne Sieg. Zuletzt gelang ein Sieg 2011 bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei, wo man nach einem 2:1 Viertelfinalerfolg über Kanada auch den WM Titel holen konnte.

Russlands Team Kapitän Anton Slepyshev: „Ein Tor reicht natürlich nicht zum Sieg, Wir hatten darüber gesprochen, dass wir einfacher spielen und mehr zum Tor gehen müssen, aber in diesem Aspekt des Spiels waren wir zu vorsichtig."

Im Semifinale setzte sich das kanadische Team dann auch gegen die USA verdient mit 4:2 durch, wobei Justin Danforth in der 60.Minute mit seinem Emty Net Tor den Endstand fixieren konnte. Damit gab es nach dem bereits erwähnten 2:1 Erfolg der Finnen über Deutschland die Final-Neuauflage von 2019. Dort legte der Titelverteidiger aus Finnland durch Tore von Mikael Ruohomaa und Petteri Lindbohm zweimal vor. Team Kanada konnte aber jeweils durch Maxime Comtois und Adam Henrique ein Überzahlspiel zum Ausgleich nutzen und so ging dieses Finalspiel in eine 3 gegen 3 Overtime. Dort setzten sich die Kanadier durch einen Nick Paul-Treffer in der 67.Minute durch und feiern somit nach einem katastrophalen Start ihren 27. Weltmeistertitel.

Kanada Head Coach Gerard Gallant: Es fühlt sich großartig an. Nachdem wir zu Beginn des Turniers in einem tiefen Loch waren wurden wir immer besser. Das Spiel gegen Finnland war ein außergewöhnliches Spiel und wir mussten hart kämpfen.“

Andreas Robanser Andreas Robanser
exclusive for khl.ru
Share
Прямая ссылка на материал
Распечатать