Andreas Robanser Andreas Robanser
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Avangard Omsk gewinnt einen mit einem erneuten Shutout von Simon Hrubec und dem Cup Winning Goal von Playoff MVP Sergei Tolchinsky Game 6 mit 1:0 und sichert sich damit erstmals den Gagarin Cup.

Mit CSKA Moskau und Avangard Omsk standen sich damit wie im letzten Finale 2019 wieder die beiden gleichen Mannschaften gegenüber. Dort konnte sich die Armeemannschaft dann gleich mit einem Sweep den ersten KHL Titel der Klubgeschichte sichern. Avangard Omsk musste zugleich ohne einen Sieg gegen CSKA Moskau in der abgelaufenen Saison in diese Finalserie starten.

Dieses „Handicap“ konnten die Falken gleich im ersten Spiel in der CSKA Arena mit einem beeindruckenden 4:1 Sieg bereinigen. Für Omsk war dies der erste Sieg seit dem 3:1 Erfolg zum Saisonstart 2019.

Avangard Trainer Bob Hartley sprach nach dem Spiel von einem, obwohl es dies nicht gibt so der Kanadier, beinahe perfekten Spiel seiner Mannschaft. Bereits in diesem Spiel drückte Sergei Tolchinsky mit zwei Assist dem Spiel seinen Stempel auf.

In Spiel Zwei gab es gleich zu Beginn einen persönlichen Meilenstein. So bestritt Sergei Andronov sein 100. Playoff Spiel. Mit einem 3:0 Erfolg konnte der CSKA Kapitän dieses Jubiläum auch mit einem Sieg feiern. CSKA Trainer Nikitin stellte dabei die Formationen um, so kam der erfahrene Alexander Popov wieder zum Einsatz. Avangard hielt den Ansturm der CSKA Mannschaft aber erneut lange stand und dank der 20 Saves von Lars Johansson, der damit sein bereits siebentes Shutout in diesen Playoffs 2021 erarbeitete, glich CSKA Moskau in der Serie auf 1:1 aus. Der Schwede stellte mit dieser Marke zugleich einen neuen KHL Rekord auf.

Nun ging es nach Balashikha, wo die Spiele 3 und 4 anstanden. Das erste Drittel von Game 3 verlief dabei sehr zügig, so gab es erst nach 5:50 Minuten den ersten Pfiff der Schiedsrichter. Nachdem es Avangard einmal gelungen war die Torsperre von Johansson zu brechen, avancierte Konstantin Okulov in der Folge mit dem Tor zum 1:1 in der 19.Minute und dem Assist zum 2:1 Siegestor von Maxim Shalunov zum Matchwinner für CSKA Moskau. Damit hatte sich die Moskauer Armeemannschaft erstmals die Führung in dieser Finalserie geholt.

Game 4 entwickelte sich dann zu einem echten Playoff Fight. CSKA Moskau spielte erneut druckvoll und konnte nach einem Doppelpass zwischen Anton Slepyshev und Brendan Leipsic durch Slepyshev in der 10. Minute in Führung gehen. In der 13. Minute erhöhte der in den Kader zurückgekehrte Maxim Mamin sogar auf 2:0 für die Gäste aus Moskau. In der 19. Minute schwächte Andrei Loktionov aber nach einem Stockschlag zwischen die Beine von Boucher mit einer 5 Minuten Strafe sein Team. Avangard konnte aber nicht viel aus diesem Vorteil herausholen.

Weitere CSKA Strafen brachten Avangard Omsk im zweiten Abschnitt aber in das Spiel zurück. Zuerst schrieb Corban Knight in einer Überzahl für Avangard an und in der 24. Minute musste auch noch Shalunov frühzeitig das Spiel beenden. Diese weiteren Strafen der Gäste konnte Avangard aber nicht zum Ausgleich umsetzten. So musste es Tolchinsky richten. Mit seinem 100. KHL Punkt leitete er in der 43. Minute im Powerplay das 2:2 durch Klim Kostin ein und Damir Sharipzyanov sorgte in der 56.Minute sogar für die Führung der Gastgeber. Ville Pokka kassierte in der 59. Minute eine Strafe und so war CSKA in diesem Spiel erstmals in Überzahl. Mit sechs gegen vier Spieler gelang dem Armeeteam mit der Schlusssirene dank Mat Robinson doch noch der 3:3 Ausgleich. In der Verlängerung dann wieder Überzahl für die Gäste, doch Pavel Dedunov sorgte mit seinem Shorthander für den 4:3 Overtime Sieg von Avangard Omsk.

Nach diesem Spiel ging es wieder in die CSKA Arena, wobei Avangard Omsk wieder auf Stürmer Kirill Semyonov setzten konnte. CSKA Moskau startete wieder besser, doch umso länger das Spiel dauerte umso besser gelang es Avangard die Angriffe der Hausherren zu unterbinden. In der 25. Minute fiel dann durch Sharipzyanov der Führungstreffer der Gäste und als Reid Boucher in der 35. Minute mit einem weiteren CSKA Unterzahltor in dieser Finalserie Avangard Omsk mit 2:0 in Führung brachte, war das Momentum klar bei den Falken aus Omsk. Mit 26 Saves und dem fünften Playoff Shutout sicherte Simon Hrubec diesen 2:0 Erfolg zusätzlich ab.

Nun fehlte Avangard Omsk nur noch ein Erfolg auf den ersten Titelgewinn der Klubgeschichte nach dem Superliga Erfolg 2004. Wie schon in Spiel 5 gelang es Avangard Omsk auch im letzten Heimspiel der Saison wieder gefährliche CSKA Chancen zu unterbinden. So wurden gleich 39 CSKA Schüsse geblockt. In der 19. Minute dann eine Druckphase der Falken. Oliwer Kaski leitete dann den Führungstreffer ein. Der 25-Jährige umkurvte das CSKA Tor und bediente ideal Tolchinsky, der sofort abzog und mit seinem damit sechsten Playoff Tor die Falken 32 Sekunden vor der ersten Pause in Führung brachte. Tolchinsky wurde nach dem Spiel mit seinen insgesamt 6 Toren und 14 Assists auch zum MVP der diesjährigen Playoffs ernannt.
CSKA Mosau Trainer Igor Nikitin fand weiter kein Rezept gegen die gut aufgestellte Avangard Mannschaft von Trainer Bob Hartley. Da der Tscheche Hrubec mit 25 Saves erneut keinen Treffer zuließ, gelang Avangard Omsk mit diesem 1:0 Heimerfolg der wichtige und alles entscheidende vierte Sieg in dieser Finalserie. Damit steht Avangard Omsk nach zwei Finalniederlagen 2012 und 2019 erstmals als Gagarin Cup Champion fest.

Avangard Verteidiger Damir Sharipzyanov: „Der Gagarin Cup heilt natürlich alle blauen Flecken. Die Drei gegen Fünf Unterzahl war ein Schlüsselmoment in diesem Spiel. Ich wusste, dass wir dieses Match gewinnen würden, wenn wir diese Phase überstehen würden! Jetzt können wir sagen, dass ich mit einer Verletzung gespielt habe. Die Finger sind gebrochen, alles tut weh, aber das ist okay.“

Bob Hartley, der als erst zweiter Trainer nach Mike Keenan nach dem NHL Stanley Cup auch den Gagarin Cup gewinnen konnte: „Ich bin vor drei Jahren hierher gekommen und mit dem Team zu einer Familie zusammen gewachsen. Wir haben eine doppelte Unterzahl überstanden, zahlreiche Schüsse blockiert, ich bin stolz auf das gesamte Team, auf die Organisation Avangard Omsk und auf die tollen Fans.“

Playoff MVP und Torschütze des alles entscheidenden Treffers Sergei Tolchinsky: „Ich weiß nicht, ob das Schicksal ist oder nicht, aber was passiert ist, ist etwas Unwirkliches! Ich bin nur glücklich, dass ich einen solchen Moment erlebe, einfach glücklich. Ich kann im Moment nichts sagen, ich habe das Tor heute nicht mehr in Erinnerung, alles ist irgendwie wie in einem Nebel.“

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