Andreas Robanser Andreas Robanser
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Mit dem dritten Gewinn des Continental Cups von CSKA Moskau in Folge ging am Wochenende der KHL-Grunddurchgang zu Ende. Diese 13. KHL Saison war besonders zum Ligastart im September geprägt von der Corona-Pandemie. So zogen sich die Vladivostok Admirals für die Saison aus dem Profisport zurück und die Kunlun Red Star bestritten wegen den Reisebeschränkungen alle Heimspiele in der Arena Mytishchi am nordöstlichen Stadtrand von Moskau.

Sportlich waren die Klubverantwortlichen noch zusätzlich von einem gesenkten Salary-Cap gefordert. Dieser sorgte für eine Annäherung mancher Teams an die Topklubs. Am Ende setzten sich aber wieder zwei Favoriten im Kampf um die beiden Conference-Titel durch.

In der West Conference war es die Mannschaft von CSKA Moskau. Die Armeemannschaft gewann wie bereits erwähnt damit auch zum dritten den Continental Cup. Den Titel in der Tarasov Division konnte CSKA damit bereits zum siebenten Mal in Folge verbuchen. Die Bobrov Division ging hingegen ein fünftes Mal in Serie an SKA St. Petersburg. Der Kampf um den Continental Cup 2021 konnte CSKA aber erst am letzten Spieltag des Grunddurchgangs beim direkten Konkurrenten Ak Bars Kazan mit einem 1:0 Auswärtssieg fixieren. Ak Bars Kazan blieb damit neben dem zweiten Gewinn der East Conference in Folge auch der Titel in der Kharlamov Division. In der Chernyshev Division setzte sich erstmals seit 2017 wieder Avangard Omsk durch.

Dinamo Riga ist mit viel Hoffnung und mit dem Österreicher Konstantin Komarek in diese Saison gestartet, trennte sich aber Anfang Dezember vom österreichischen Stürmer und belegte am Ende mit nur neun Siegen und 28 Punkten den 23. Platz in der Gesamttabelle. Damit versäumte Dinamo Riga zum bereits siebenten Mal hintereinander die Teilnahme an den Gagarin Cup Playoffs. Die Kunlun Red Stars sowie die Vladivostok Admiral warten ihrerseits auch schon seit vier Jahren wieder auf eine Playoff Teilnahme.

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Dinamo Minsk hingegen nimmt mit dem 67 Punkten und dem damit 7.Platz in der West Conference erstmals seit 2017 wieder an den Playoffs teil.

Den Transfer der Jahres hatte wohl Avangard Omsk zu verzeichnen. So holten die Falken nach zwei Jahren in der NHL Ilya Kovalchuk zurück in die KHL. Der zweifache Gagarin Cup Champion mit SKA St.Petersburg traf auch gleich in seinem ersten Spiel für Avangard, in 17 Spielen gelang dem 37-Jährigen mit 17 Punkten (5+12) je ein Scorerpunkt pro Spiel.

Der erfolgreichste Neuling in der KHL war der Kanadier Justin Danforth. So brachte es der 27-Jährige Stürmer in seiner ersten KHL Saison für Vityaz Podolsk 55 (23+32) Scorerpunkte. Vor dem Kanadier liegen in der Punktewertung nur fünf Spieler. Der erfolgreichste war Dynamo Moskau Stürmer Vadim Shipachyov, dem in dieser Saison mit 66 (20+46) Punkten seine drittbeste Saison gelang. Der 33-Jährige wurde aber in dieser Saison von seinem Mannschaftskollegen Dmitrij Jaskin in den Schatten gestellt. Der 27-Jährige Tscheche erzielte zwar sechs Punkte weniger als Vadim Shipachyov, doch mit 38 Toren war er der Top Torschütze des abgelaufenen KHL Grunddurchgangs.

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Der Tscheche verbessert damit den alten Dynamo Rekord von Alexander Maltsev aus der Spielzeit 1970-1971 und ist damit der erfolgreichste Torschütze in der Dynamo Klubgeschichte. Jaskin ist mit diesen 38 Toren in seiner erst zweiten KHL Saison auch der erfolgreichste Tscheche in der KHL Geschichte. So löste er seine Landsmänner Jan Marek und Pavel Brendl ab, die es in der Spielzeit 2008-2009 auf jeweils auf 35 Tore brachten.

Auf Platz 2 hinter Jaskin liegt der Finne Teemu Hartikainen. Der 30-Jährige absolvierte mit 28 Toren und 36 Assists seine bisher beste KHL Spielzeit, wobei dem Finnen am 10.Jänner im Green Derby gegen Ak Bars Kazan gleich vier Treffer gelangen.

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Einen Spieler darf man in dieser Rückschau aber nicht vergessen. Der Metallurg Magnitogorsk Kapitän Sergei Mozyakin überschritt am 26.Oktober 2020 als erster KHL Spieler die 900 Punkte Marke. Der 39-Jährige traf im Heimspiel gegen Torpedo Nizhny Novgorod zum 1:1 Ausgleich und erreichte damit genau die 900er Marke und mit dem Assist zum 2:1 durch Taylor Beck überschritt Mozyakin diese sogar noch im selben Spiel. Insgesamt hält Mozyakin nun bei 918 (415+503) Punkten. Für Mozyakin gab es aber in dieser Spielzeit noch ein weiteres spezielles Erlebnis. So stand er am 7.Februar zusammen mit seinem 19-jährigen Sohn Andrei im Heimspiel gegen Barys Nur-Sultan auf dem Eis.

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Für den Deutschen Brooks Macek im Jersey von Avtomobilist Yekaterinburg lief es hingegen im abgelaufenen Grunddurchgang nicht so gut. So brachte es der gebürtige Kanadier in seiner zweiten KHL Spielzeit nur auf 28 (17+11) Punkte. Damit blieb Macek 18 Punkte hinter seiner Bestmarke aus der Spielzeit 2019-2020.

Avtomobilist Yekaterinburg konnte aber mit dem Beginn des Kalenderjahrs 2021 mit Korbinian Holzer einen weiteren deutschen Spieler unter Vertrag nehmen. Der 33-jährige Verteidiger brauchte sechs Spiele für seinen ersten Punkt. Der Münchner beendete seine erste KHL Saison nach 25 Spielen mit 4 (1+3) Punkten und kann sich vorstellen auch in Zukunft in Russland tätig zu sein.

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