Andreas Robanser Andreas Robanser
exclusive for khl.ru

Mit dem abschließenden 5:1 Sieg über Finnland sichert sich Russland den diesjährigen Channel One Cup in Moskau und behaltet damit auch nach sechs Spielen auf der Euro Hockey Tour die weiße Weste.

Am abgelaufenen Wochenende fand mit dem Channel One Cup das zweite Turnier im Zuge der Euro Hockey Tour statt. Nachdem Russland mit dem Juniorenteam das Auftaktturnier in Finnland gewinnen konnte, musste das russische Team ein komplett neues Team formieren. Zugleich stand Trainer Valery Bragin erstmals als Head Coach der russischen Nationalmannschaft auf der Spielerbank.

Wie schon in den letzten Turnieren dieses vier Nationenturniers waren bei allen Teilnehmern wieder zahlreiche KHL Spieler im Einsatz. Finnland startete mit 18 Spielern, Schweden mit 17 und Tschechien setzte 12 Spieler der KHL ein. Finnland konnte im Vorjahr den Channel One Cup in St.Petersburg für sich entscheiden.

Corona-bedingt fanden heuer alle Spiele in der CSKA Arena in Moskau statt, wobei sich der letztjährige Channel One Cup Gewinner Finnland gegen Tschechien mit 4:3 durchsetzten konnte. Den ersten Treffer des Turniers erzielte Finnlands Tony Sund. HK Sochi Stürmer Jere Karjalainen konnte dabei je ein Tor und einen Assist erzielen. Bei Tschechien gelang dies Lukas Jasek.

Russland startete mit einem neuformierten Team, wobei mit Alexander Samonov, Daniil Tarasov und Ivan Fedotov drei etwas überraschende Torhüter einberufen wurden. Im Spiel gegen Schweden gab Valeri Bragin gab dem 25-jährigen SKA Tormann Alexander Samonov das Vertrauen. Schweden ging in diesem Spiel zweimal in Front, wobei Pontus Aberg neben dem Tor zum 1:0 auch mit einer Vorarbeit am 2:1 beteiligt war. Nach 60 Minuten hieß es auch durch zwei Vadim Shipachyov Vorlagen 3:3. Im Penaltyschiessen sorgte dann Andrei Kuzmenko mit seinem erfolgreichen Versuch im achten Durchgang für die Entscheidung. Der SKA Stürmer, der auch den Treffer zum 1:1 beisteuerte, wurde damit zum Matchwinner für das russische Team.

03_20201220_RUS_FIN_VNB_6.jpg

Nachdem am Freitag traditionell spielfei war, gab es am Samstag im ersten Spiel des Tages einen 4:1 Sieg der Schweden über Finnland. Toscar Lindberg mit seinem Powerplay Tor im Mitteldrittel und dem 2:0 in der 38.Minute, legte dafür den Grundstein.

Wie im Spiel gegen Schweden setzte Bragin auch gegen Tschechien auf Tormann Samonov. Anton Burdasov und Andrei Kuzmenko bezwangen dabei Tschechiens Schlussmann im Dienste von Traktor Chelyabinsk innerhalb der ersten 10 Minuten zwei Mal. Lukas Sedlak sorgte nach einem Break in der 16.Minute aber für den Anschlusstreffer. In den letzten 20 Minuten wurde dann Maxim Mamin zum Matchwinner für Russland. Zuerst erzielte der CSKA Spieler den Treffer zum 3:1 und nachdem Denis Zenov einen Penaltyshot nicht im Tor unterbrachte, versuchte es Tschechien bereits drei Minuten vor dem Ende mit sechs Feldspielern. Dies nutzte Maxim Mamin mit seinem Emty-Net zum 4:1 Endstand. Damit behielt Russland auch nach dem insgesamt fünften EHT Spiel in dieser Saison die weiße Weste. Für Tschechien hingegen war nach diesem Spiel der Turniersieg nicht mehr möglich.

Am Schlusstag verspielte das Te Kronor Team mit einer 1:4 Niederlage gegen Tschechien den noch möglichen Turniersieg. Jonatan Berggren brachte Schweden zwar in Führung doch Radan Lenc, Matej Blümel und Pavel Pycha bezwangen Jokerit Tormann Anders Lindback dreimal und sicherten so Tschechien im letzten Spiel den ersten Sieg.

Dies öffnete der russischen Mannschaft das Tor zum Turniersieg um einiges weiter. Nur ein Sieg der Finnen nach 60 Minuten könnte dies noch verhindern. Zur Hälfte des Spiels war für die Finnen dieser kleine Hoffnungsschimmer aber bereits beendet. Waren es doch Vadim Shipachyov mit seinem zweiten Turniertreffer sowie Dimitry Voronkov mit seinem Doppelpack, die das Heimteam mit 3:0 in Führung brachten. Drei Minuten vor der zweiten Pause gelang es Harri Pesonen erstmals Samonov zu bezwingen. Für den finnischen Metallurg Magnitogorsk Stürmer war dies sein erster Turniertor.

Dmitry Voronkov and Viktor Antipin. Credits: Vladimir Bezzubov

Den Sack des Turniersiegs machten Pavel Karnaukov mit seinem Emty-net Treffer beziehungsweise Andrej Kuzmenko mit dem Treffer zum Endstand von 5:1 zu.

Kuzmenko mit seinen drei Toren sowie Yegor Yakovlev und Tormann Alexander Samonov wurden am Ende des Turniers auch zu den besten Spielern des Channel One Cup gekürt.

Valery Bragin feiert damit nach insgesamt 11 Jahren, in denen er als U18 und U20-Trainer für den FHR bereits sehr erfolgreich war, auch als Cheftrainer der russischen Nationalmannschaft gleich in seinem ersten Turnier einen Sieg. Der 64-Jährige zeigte sich nach dem dritten Sieg im dritten Spiel auch zufrieden: "Natürlich gibt es ein größeres Verantwortungsbewusstsein bei unserem Heimturnier." Aber ich kenne praktisch alle diese Spieler und wir hatten eine gute Arbeitsatmosphäre. Wir haben unsere Kandidaten für die Weltmeisterschaft bei der Arbeit gesehen und ich war mit den meisten Spielern zufrieden. Im dritten Spiel kamen wir der Art von Hockey näher, die wir von der Mannschaft sehen wollen.

„Ich denke, das erste Spiel gegen Schweden war das intensivste. Es gab viele Emotionen, nicht zuletzt, weil mein Vater Geburtstag hatte und ich unbedingt für ihn punkten wollte. Ich kann nicht sagen, was morgen passieren könnte, ich denke nicht einmal an die Weltmeisterschaft. Ich muss weiter arbeiten und mich verbessern, es ist viel zu früh, um an Mai oder Juni zu denken."

Valery Bragin. Credits: Vladimir Bezzubov

Andreas Robanser Andreas Robanser
exclusive for khl.ru
Share
Прямая ссылка на материал
Распечатать