Andreas Robanser Andreas Robanser
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Anfang November nahmen 26 KHL Spieler aus elf verschiedenen Klubs am Karjala Cup in Finnland teil. Dabei setzte sich Russland mit dem Junioren-Nationalteam nach drei Siegen in drei Spielen durch. 

Die Russen gewannen somit das erste zur Euro-Hokey-Tour zählende Vier-Länder-Turnier mit Finnland, Schweden und Tschechien ohne einer Niederlage. Rodion Amirov gelang in seinen ersten drei Spielen für das russische Team je ein Treffer. Dies ist damit auch eine neue Bestmarke, da vor Amirov mit Alexander Popov, Roman Lyubimov und Pavel Poryadin nur drei Spieler in ihren ersten beiden Begegnungen anschreiben konnten. Tormann Yaroslav Askarov feierte in seinem dritten Einsatz für Russland sein erstes Shutout und der 18-jährige SKA Goalie stellte nur wenige Tage später auch einen neuen Klubrekord auf. So blieb Askarov 144 Minuten und 41 Sekunden ohne Gegentor. Diesen Wert erreichte bisher kein SKA Schlussmann, der jünger als 19 Jahre war. 

Rodion Amirov. Credits: Emil Hansson

Avangard Omsk feierte im November sein 70. jähriges Bestehen. Ehrengast war Jaromir Jagr. Der Tscheche gewann zwar nie den Gagarin Cup, doch war der heute 48-Jährige  in seinen drei KHL-Jahren für Avangard Omsk einer der Spieler, der das mediale Interesse an der KHL wecken konnte.  In seinen drei KHL-Spielzeiten 2004-2005, sowie von 2008 bis 2010 gelangen Jaromir Jagr in insgesamt 181 Spielen 165 Punkte (73+92) für Avangard Omsk. 

Der zweifache Stanley Cup-Sieger, zweifache Weltmeister und Olympia Gold Gewinner wollte unbedingt bei diesem Anlass in Russland sein. 

„Als ich erfuhr, dass Avangard dieses Jahr einen so wichtigen Geburtstag hat, nahm ich das Angebot sofort an. 70 Jahre sind eine lange Zeit und ich bin stolz, ein Teil davon zu sein. Als ich 2005 zum ersten Mal bei Avangard unterschrieb, wusste ich nichts über die Stadt oder das Team. Es war jedoch eine großartige Zeit in meinem Leben und meiner Karriere. Ich wollte nicht einmal in die NHL zurückkehren."

Jaromir Jagr. Credits: Yury Kuzmin

Die Kunlun Red Stars und Dinamo Riga konnten im abgelaufenen Monat ihre Negativserien beenden. Der chinesische KHL Klub beendete am 24. November mit dem 1:0 Heimsieg über Sibir Novosibirk eine über neun Spiele anhaltende Niederlagenserie. Goldtorschütze für die Kunlun Red Star war Lev Starikov. Der 20-Jährige traf damit gleich in seinem ersten KHL Spiel und steuerte damit auch gleich sein erstes Game Winning Goal bei.

Dinamo Riga gelang dies acht Tage zuvor ausgerechnet mit einem Heimsieg gegen die Kunlun Red Stars. Dieser 5:3 Erfolg war der erste Sieg von Dinamo nach 12 Niederlagen in Folge. Genau eine Woche später wiederholte Dinamo Riga diesen Erfolg mit einem 5:4 Overtime Sieg im Auswärtsspiel bei Kunlun in der Arena Mytishchi. 

Bei beiden erfolgreichen Begegnungen war der Österreicher Konstantin Komarek nicht im Einsatz. Der 28-Jährige Stürmer bestritt im November überhaupt nur vier Einsätze für Dinamo Riga, wobei er keinen Scorerpunkt erzielen konnte und damit weiter bei 6 (2+4) Punkten aus seinen bisher 15 Spielen hält.

Konstantin Komarek. Credits: Roman Koksharov

Für den deutschen Brooks Macek lief es ebenfalls nicht nach Wunsch. So konnte Avtomobilist Ekaterinburg in den neun Spielen im November nur drei Spiele für sich entscheiden können. Die letzten sechs Spiele gingen dabei jeweils verloren. Dem Deutschen gelangen in diesen neun Spielen nur ein Treffer und fünf Vorlagen. Insgesamt hält Brooks Macek damit nach 27 Spielen bei 18 (11+7) Punkten .

Brooks Macek ist aber nicht mehr der einzige Deutsche im Team von Avtomobilist Ekaterinburg. Neben dem 32-jährigen Stürmer unterzeichnete Anfang November auch der Verteidiger Korbinian Holzer einen Vertrag mit dem KHL Klub. Korbinian Holzer wechselte 2010 aus der DEL in die Organisation der Toronto Maple Leafs. In den folgenden zehn Jahren bestritt der 32-Jährige für die Toronto Maple Leafs, den Anaheim Ducks und zuletzt für die Nashville Predators 206 Spiele in der NHL. Für die Ducks kam er 2017 auch zu fünf Play Off Einsätzen. Mit diesem Transfer stehen gleich zwei DEB Auswahlspieler im Kader von Avtomobilist Ekaterinburg.

Brooks Macek. Credits: Ilnar Tukhbatov

Mike Pelino ist wieder in Magnitogorsk. Der 61-jährige gebürtige Kanadier gewann mit Metallurg Magnitogorsk als Co-Trainer von Mike Keenan zwei Mal den Gagarin Cup. Nach vier Jahren in Magnitogorsk war Mike Pelino noch jeweils eine Saison als Co-Trainer bei Avangard Omsk und Lokomotiv Yaroslavl tätig. Nachdem er im Sommer Covid-19 überwunden hatte, wollte der 61-Jährige in seiner Heimat Kanada bleiben. Den Hilferuf aus Magnitogorsk vernahm Pelino aber und er entschied sich wieder nach Magnitogorsk zu gehen. Seit Mike Pelinos Rückkehr zu Metallurg angekündigt wurde, konnten zwei der drei Spiele gewonnen werden. Der Kanadier ergänzt das bestehende Trainerteam und wird bis zum Ende der Saison für den Klub aus der Stahlstadt tätig sein.

Die kurioseste Szene des Monats ereignete sich im Spiel zwischen Vityaz Podolsk und Jokerit Helsinki. Nach einem harten Zweikampf in der Overtime zwischen Jokerits Jordan Schroeder und Yuri Pautov blieb der Vityaz Verteidiger am Eis liegen. Da die Schiedsrichter das Spiel nicht unterbrachen, konnte Jokerit einen Angriff einleiten. Dies brachte Vityaz Head Coach Mikhail Kravets aus der Ruhe. So wollte er nach einer Diskussion mit den Referees in der Folge auch den Trainer von Jokerit Helsinki Lauri Marjamaki zur Rede stellen. Es gab es ein längeres Wortgefecht zwischen den beiden Trainern, ohne der Plexiglasabtrennung zwischen den Spielerbänken wäre es wohl nicht nur bei Gestikulieren und Zurufen geblieben.
Am Ende feierte Vityaz Podolsk einen 4:3 Sieg im Shootout.

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