Andreas Robanser,
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CSKA Moskau gewinnt Continental Cup Titel und mit Sven Andrighetto und Brooks Macek wurde in dieser KHL Saison auch wieder Deutsch gesprochen.

CSKA Moskau setzte sich gestern mit einem 6:0 Heimsieg über HC Sochi durch und krönte sich so zum fünften Mal in den letzten sechs Jahren zum Continental Cup Champion. Dies gelang der Mannschaft von Head Coach Igor Nikitin aber nur durch den 3:0 Erfolg von Avtomobilist Ekaterinburg bei Ak Bars Kazan. Die Leoparden verspielten damit am letzten Spieltag die Möglichkeit erstmals die reguläre Saison auf Platz 1 zu beenden. Der dreifache Gagarin Cup Champion sorgte in dieser 12. KHL Saison aber trotzdem für zahlreiche Schlagzeilen.

So schrieb Ak Bars Torhüter Timur Bilyalov die KHL Geschichtsbücher um. Der 24-Jährige blieb zwischen dem 23. Oktober bis zum 14.November 316:09 Minuten ohne einen Gegentreffer. Dies war zugleich neuer KHL Rekord. Mit insgesamt 8 Shutouts in 32 Einsätzen belegt Bilyalov in dieser Statistik auch am Ende der Saison Platz 1. Auch in allen anderen Torhüter Statistiken dieser Saison liegt Bilyalov nie schlechter als auf Platz 2. Dies brachte dem Ak Bars Schlussmann auch seine erste KHL All Star Game Teilnahme ein.

Ak Bars Kazan bestritt am 23. Dezember im Zuge der KHL World Games zusammen mit dem großen Rivalen Salavat Yulaev in Davos eines der „Grünen Derbys“. Das Team aus Ufa holte sich durch den Treffer von Philip Larsen zum 4:3 Overtime Sieg die Chak-Chak Trophy.

Neben dem Green Derby in Davos fanden aber auch zwei Spiele in Almaty statt. So sahen pro Spiel über 12000 Zuschauer in der zweitgrößten Stadt Kasachstans einen 3:0 Erfolg von Barys Nur-Sultan über Spartak Moskau sowie einen 2:0 Sieg über Traktor Chelyabinsk. Jokerit Helsinki absolvierte wie schon in der Saison 2018 wieder Spiele in Tallinn. Im Zuge dieser beiden World Games Spiele bezwang Jokerit am 10.Jänner Severstal Cherepovets mit 4:1 und einen Tag später revanchierte sich Severstal mit einem 5:2 Erfolg.

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Doch auch die beiden Spiele der Kunlun Red Star in Shenzhen stellten sich als großer Erfolg heraus. Die Drachen wollten im ersten von drei Spielen beim 1:0 Sieg über Barys über 6000 Fans sehen. Die Back-to Back Games gegen Traktor wollten dann gleich 7716 bzw. 8115 Zuschauer sehen. Dies war zugleich ein neuer Klub Rekord für den chinesischen KHL Teilnehmer.

In dieser Saison wurde aber auch erstmals seit der Saison 2016/17 wieder Deutsch gesprochen. So kamen mit dem deutschen Siegesmedaillengewinner bei den olympischen Spielen 2018 Brooks Macek und dem Schweizer Vizeweltmeister von 2018 gleich zwei Spieler aus Nordamerika in die KHL.

Brooks Macek der seine Profikarriere in der DEL startete, fand sich nach seinem Wechsel aus der AHL in der KHL sehr schnell und auch gleich sehr gut zu recht, so gelangen dem Deutschkanadier in den ersten drei Spielen für Avtomobilist Jekaterinburg gleich drei Tore und zwei Vorlagen. Am Ende brachte es der 27-Jährige in 62 Spielen auf 24 Tore und 22 Assist. Mit den 24 Toren schaffte es der Deutsche auch auf Platz 4 der Torschützenwertung. Damit löste Macek auch seinen Landsmann Felix Schütz als erfolgreichster deutschen Scorer in der KHL Geschichte ab. Schütz brachte es in seiner ersten von insgesamt drei KHL Spielzeiten 2013/14 für die Vladivostok Admiral „nur“ auf 38 Punkte (16 Tore, 22 Assist).

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Der Schweizer Sven Andrighetto wechselte nach fünf Jahren NHL aus der KHL zu Avangard Omsk wo er ab den ersten Begegnungen gleich zu den Spielern mit der meisten Eiszeit galt. Der 26-Jährige gab in seinen 56 Einsätzen für Omsk 145 Schüsse ab und damit wurde er nur von seinen Kollegen Taylor Beck und Semyon Koshelev übertroffen. Am Ende der Saison brachte es der Zürcher auf 13 Tore und 14 Assist und damit konnte er auch die bisherige Bestmarke des bisher einzigen Schweizer Feldspielers Goran Bezina klar übertreffen. Der Medvescak Zagreb Verteidiger brachte es 2016/17 in seiner einzigen KHL Saison auf 4 Tore und 11 Assist.

Sven Andrighetto über seine erste Saison: „Ich hatte ups & downs während der Saison, ich konnte mich in vielen kleinen Details verbessern auf die wir als Mannschaft viel Beachtung gaben. Es war nicht immer einfach, vor allem am Anfang der Saison. Neues Team, neue Taktik, neue Stadt, fremde Kultur und Sprache. Es hat ein bisschen länger gedauert um mich daran zu gewöhnen und einzuleben als erhofft. Doch auch das ist normal und brauchte seine Zeit.“

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Erstmals seit 2017, wo Sergei Mozyakin für Metallurg Magnitogorsk 85 Punkte erzielen konnte, kommt dieses Jahr der KHL Topscorer nicht aus St.Petersburg. Diesen Titel sicherte sich Dynamo Moskau Stürmer Vadim Shipachyov. Der 32-Jährige brachte es auf 65 Punkte (17 Tore und 48 Assist) und verwies seinen Dynamo Kollegen Dmitrij Jaskin auf Platz 2. Der Tscheche brachte es in seiner ersten KHL Saison auf 31 Tore und 32 Assist. Diese 32 Tore sind zu gleich auch ein neuer Klubrekord in der KHL. Erst auf Platz 3 ist mit Kirill Kaprizov der Tor gefährlichste CSKA Moskau Spieler der abgelaufenen regulären Saison zu finden. Der 22-Jährige CSKA Flügelstürmer brachte es auf 33 Tore und damit konnte Kaprisov zum zweiten Mal in Folge diese KHL Wertung für sich entscheiden.

Dies zeigt auch das die KHL in dieser Saison recht ausgeglichen war. Brachten es die beiden Armeeklubs in der vergangenen Saison auf über 100 Punkte so reichte CSKA Moskau heuer 94 Zähler um den Continental Cup zu gewinnen.

Sibir Novosibirsk gehört in der abgelaufenen regulären Spielzeit aber auch zu den Gewinner Teams. So gelang dem Team aus Sibirien erstmals seit 2015/16 wieder der Sprung in die Playoffs. Mit dem 5.Platz in der East Conference erreichte man zugleich die drittbeste Platzierung in der KHL Geschichte.

Am vorletzten Spieltag konnte Vyacheslav Ushenin beim 5:0 Sieg von Amur Khabarovsk über Barys Nur Sultan drei Tore erzielen. Da sein Zwillingsbruder Vladislav am 17.Februar im Auswärtsspiel bei Neftekhimik Nizhnekamsk ebenfalls einen Hattrick erzielen konnten sind die Ushenin Brüder neben Igor und Alexander Radulov das zweite Brüderpaar die jeweils einen Hattrick in der KHL erzielen konnten.

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