Mit dem 4:1 Sieg in Game 7 bei Metallurg Magnitogorsk krönt sich CSKA Moskau zum zweiten Mal nach 2019 zum Gagarin Cup Champion.

CSKA Moskau startete mit einem 3:1 Auswärtssieg bei Metallurg Magnitogorsk in die Finalserie. Damit musste Metallurg in diesen Playoffs nach den Auftaktniederlagen in der ersten Runde gegen Barys Nur Sultan sowie der Auftaktniederlage im Conference Semifinale gegen Avangard Omsk bereits zum dritten Mal mit einem Rückstand in eine Serie starten. Diesen aufzuholen gelang Metallurg auch in der Finalserie. So gewannen die Stahlstädter in der Folge gleich die nächsten drei Begegnungen. Nach einem 6:4 Heimsieg in Game 2 stand in den beiden folgenden Spielen in Moskau vor allem Metallurg Schlussmann Vasily Koshechkin im Rampenlicht. Dieser ließ in diesen beiden Spielen keinen einzigen Treffer zu. Der 39-Jährige währte in Spiel 3 33 Schüsse und in Spiel 4 31 Versuche von CSKA Moskau erfolgreich ab. Damit brachte es Koshechkin in den 23 Playoff Spielen auf insgesamt drei Shutouts. Am  Ende konnte Vasily Koshechkin dank der beiden „Zwei zu Null“ Spielen in der CSKA Arena auch einen neuen KHL Final Rekord aufstellen. Blieb der Torhüter in dieser Serie doch ganze 156:34 Minuten ohne einen Gegentreffer. Damit hält der Metallurg Goalie nun auch die Bestmarke in einem Gagarin Cup Finale. Diese hielt bisher Ilya Sorokin mit 137:55 Minuten in der 2019 Finalserie gegen Avangard Omsk.

Neben Vasily Koshechkin war im ersten Spiel in Moskau aber auch Brendan Leipsic stark mitbeteiligt. Gelangen dem Kanadier in diesem Spiel doch gleich 3 (2+1) Scorerpunkte. In Spiel 4 war es Aryom Zemchyonok, der in der 23.Minute als einziger Spieler in dieser Begegnung traf und so Metallurg Magnitogorsk in der Serie mit 3:1 in Front brachte.

Damit hätte sich Magnitogorsk im dritten Heimspiel dieser Finalserie frühzeitig zum Champion krönen können. Dies gelang trotz kurzzeitiger 2:1 Führung aber nicht. Maxim Sorkin sorgte in Minute 54 dafür, dass es in dieser Serie erstmals in die Verlängerung ging. Dieses Spiel wurde dann mit 73:44 Minuten gleich zur viertlängsten Finalbegegnung in der KHL Geschichte. Den Siegestreffer zu Gunsten von CSKA erzielte der Schwede Klas Dahlbeck mit seinem einzigen Playoff Tor. 

Game 6 in Moskau konnte dann CSKA mit 2:1 für sich entscheiden und mit diesem einzigen Heimsieg erzwang CSKA ein alles entscheidendes Spiel 7 in Magnitogorsk.

Für beide Mannschaften war dies aber nicht das erste Game 7 in einem Gagarin Cup Finale. So gewann Metallurg Magnitogorsk 2016 den Titel mit einem 3:1 Sieg bei CSKA Moskau.

Neben dem Erfolg 2016 konnte auch der zweite KHL Titel erst in Spiel 7 gewonnen werden. So gewann man 2014 das Finalduell gegen Lev Praha ebenfalls erst im allerletzten Spiel.

CSKA erwischte in diesem letzten Spiel den besseren Start und ein Doppelschlag durch Pavel Karnaukhov in der 9.Minute und Alexander Popov 57 Sekunden später brachte auch die Zwei-Tore-Führung. Im Mittelabschnitt drückte Metallurg, doch vergab man auch zwei Überzahlspiele. Es war Konstantin Okulov, der zur Mitte des Spiels auf 3:0 erhöhen konnte. Erst eine Sekunde vor der zweiten Pause war es Philippe Maillet, der Magnitogorsk im Powerplay auf die Anzeigentafel brachte. Im Schlussdrittel gelang es Metallurg erneut nicht CSKA Goalie Ivan Fedotov zu bezwingen, dieser hatte am Ende 42 Saves zu verzeichnen, und so holte sich CSKA Moskau nach dem letzten Treffer der Saison durch Vladislav Kamenev zum 4:1 Endstand nach 2019 den zweiten KHL Titel der Geschichte und revanchierte sich bei Metallurg für die 2016 Finalniederlage.

Den entscheidenden Treffer im Spiel erzielte dabei der 41-jährige Alexander Popov. Dieser wurde in der Folge auch zum MVP ernannt. 

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Wie kamen die beiden Teams in diese Finalserie?

Metallurg Magnitogorsk feierte zum Playoff Auftakt einen 4:1 Sieg über Barys Nur Sultan und in Runde 2 wartete dann mit Avangard Omsk der amtierende Champion. Diese Serie entwickelte sich dann gleich zur torreichsten Serie in der KHL Playoff Serie, erzielten beide Mannschaften zusammen in den sieben Begegnungen gleich 51 Tore. Am Ende zog Metallurg mit einem Gesamtscore von 4:3 in das East Conference Finale ein und beendete damit auch die recht erfolgreiche Ära von Trainer Bob Hartley bei Avangard Omsk. Der Kanadier stand mit den Falken zwei Mal in Gagarin Cup Finale, wobei er 2021 auch den Titelgewinn feiern konnte. Für Metallurg ging es hingegen mit einem Derby gegen Traktor Chelyabinsk weiter. Dort gelang Metallurg mit 3:2 auch zum einzigen Mal in diesen Playoffs zum Auftakt ein Heimsieg. Am Ende zog man mit 4:1 Siegen zum vierten Mal in ein Gagarin Cup Finale ein.

CSKA Moskau feierte zum Playoff Auftakt einen Sweep über Lokomitiv Yaroslavl und auch im Moskau Derby gegen Dynamo gab CSKA Moskau kein Spiel ab. Im West Conference Finale traf man zum vierten Mal in Folge auf SKA St.Petersburg. Nach dem 3:1 Auftaktsieg in St.Petersburg musste dann CSKA Moskau Head Coach Sergei Fedorov seine erste Playoff Niederlage als Trainer hinnehmen und am Ende ging diese Serie bis in ein Game 7. Dort setzte sich CSKA dann dank eines Shutout von Ivan Fedotov und den beiden Toren von Sergei Plotnikov und Konstantin Okulov mit 3:0 durch und zog so zum fünften Mal in das Finale ein.

Am Ende sicherte sich CSKA Moskau den zweiten Gagarin Cup Erfolg nach 2019 und verwies damit Metallurg auf Platz 2. Diese belegten in den Playoff Statistiken aber zumindest klar Platz1. So kommen mit Philippe Maillet 21 (8+13), Brendan Leipsic 20 (11+9) und Nikolai Goldobin 18 (8+10) auf die ersten drei Plätze der Spielerwertungen. Erst auf Platz 4 folgt in dieser Wertung mit 17 (8+9) der erste CSKA Moskau Spieler.

In der +/- Statistik liegen mit Yegor Yakovlev (+14) und Artyom Zemchyonok (+12) zwei Metallurg Spieler vor dem ersten Gagarin Cup Champion Konstantin Okulov, der es wie sein Teamkollege Nikita Nesterov auf +11 brachte.

Mit Yegor Yakovlev 15(2+13) und Grigory Dronov 14(5+9) stellt Metallurg auch die punktbesten Verteidiger dieser KHL Playoffs 2022 und so folgt mit Nikita Nesterov 11 (3+8) erneut ein CSKA Spieler.

Mit der besten Fangquote von 93,7% konnte CSKA Torhüter Ivan Fedotov zumindest eine Statistik für den neuen  Gagarin Cup Champion gewinnen.

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