Andreas Robanser,
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Dynamo gewinnt die Moskauer „Subway Series“ gegen Spartak mit 4:2. Für den Deutschen Brooks Macek und dem Schweizer Sven Andrighetto verliefen die Playoffs weniger gut.

Mit dem Treffer von Dmitrij Jaskin zum 3:2 Sieg in der Verlängerung steht mit Dynamo Moskau der achte und letzte Teilnehmer der Conference ½ Finale fest. Dieses Derby zwischen den Blau Weißen und Spartak Moskau sorgte auch für das meiste Interesse. Bereits das erste Spiel in der VTB Arena sorgte mit 125 Strafminuten, wobei es Spartak gleich auf 90 Minuten brachte für viel Gesprächsstoff. Mit dem 5:1 blieb Dynamo auch in der Saison weiter ungeschlagen. In Spiel 2 kam Spartak in der Serie an und musste sich knapp 3:4 geschlagen geben. Game 3 war wieder ein spezielles Spiel, führte Dynamo Moskau nach nicht einmal fünf Spielminuten mit 3:0. Doch Spartak gelang die Wende und Mikhail Kotlyarevsky sorgte in der 76.Minute für den ersten Spartak Sieg.

Spartak schlug auch im zweiten Heimspiel und glich damit in der Serie aus. Dynamo Moskau konnte im sechsten Spiel wieder vorlegen und der Dynamo Moskau Topscorer aus der regulären Saison konnte mit seinem dritten Playoff Treffer in der Overtime Dynamo in die nächste Runde bringen. Für den Tschechen war dies wohl sein bisher wichtigster Treffer in der KHL. Spartak hingegen schied zum dritten Mal in Folge nach der ersten Runde aus den Playoffs aus.

Dieses Spiel wurde wegen des Corona Virus als erstes Spiel in der KHL ohne Zuschauer ausgetragen.

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In der zweiten Playoff Runde treffen die Blau Weißen nun auf CSKA Moskau und damit geht es für Dynamo mit dem nächsten Moskauer Derby weiter.

Die Armeemannschaft hatte mit Torpedo Nizhny Novgorod in den ersten beiden Heimspielen keine wirklichen Probleme. Mit den beiden 3:0 Heimerfolgen stellte CSKA Torhüter Ilya Sorokin mit seinem 15. und 16 Shutout einen neuen KHL Rekord auf. In Nizhny Novgorod war die Sache für den Titelverteidiger nicht mehr so einfach und so sorgten Anton Slepyshev beim 2:1 in Spiel 3 und Kirill Kaprizov mit dem entscheidenden Tor zum 3:2 jeweils in der Overtime für einen Sweep. Für Torpedo war dies zum siebenden mal in Folge das Aus in der ersten Playoff Runde.

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Ebenfalls mit einem Sweep steht SKA St.Petersburg in der zweiten Runde. Beim 6:1 Auftaktsieg gelang Andrei Kuzmenko einen Hattrick und Kirill Marchenko einen Doppelpack. In Spiel zwei kam Vityaz Podolsk zumindest auf ein 3:4 in in Game 3 feierte Magnus Hellberg beim 6:0 Auswärtssieg sein insgesamt zweites Playoff Shutout. Das Spiel 4 wurde dann zum längsten Spiel der ersten Playoff Runde. Nachdem es nach 60 Minuten 2:2 hieß dauerte es in diesem Spiel bis in die 3.Verlängerung. Dort war es dann der 25-jährige Schwede mit seinem ersten Playoff Tor der in der 114.Minute das Spiel und die Serie zu Gunsten von SKA St.Petersburg entschied.

Für SKA St.Petersburg geht es im Conference Semifinale nun gegen Jokerit Helsinki weiter. Das finnische KHL Team setzte sich in der Serie gegen Lokomotiv Yaroslavl klar mit 4:2 Siegen durch.

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Dabei gelangen in den ersten drei Spielen Loko nur ein einziger Treffer. Auf der anderen Seite schlug Jokerit gleich 14 Mal zu. Mit einem 4:3 Heimsieg und einem 4:2 Auswärtssieg konnte das Aus in der ersten Playoff Runde seit 2016 noch aufgeschoben werden. Mit dem 5:1 Sieg von Jokerit in Game 6 zeigte Helsinki aber die Überlegenheit in dieser Serie wieder auf und erzielte in diesen Spielen insgesamt 24 Tore wobei es der Däne Niklas Jensen auf sieben Punkte (3G-4 Ass) brachte.

Die West Conference ½ Finalserien Paarungen:
CSKA Moskau (1) - Dynamo Moskau (4)
SKA St.Petersburg (2) - Jokerit Helsinki (3)

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Ak Bars Kazan steht nach einem Jahr Pause mit dem Sweep über Neftekhimik Nizhnekamsk nach einem Jahr Pause wieder in der zweiten Playoff Runde. Der dreifache Gagarin Cup Champion ist damit auch die einzige Mannschaft in der East Conference die ihre Serie in der kurz möglichsten Zeit beenden konnte. Dabei ließ Ak Bars Torhüter Timur Bilyalov in vier Spielen nur drei Gegentore zu. Für Neftekhimik war dies in der siebenden Playoff Teilnahme das bereits sechste Aus nach der ersten Runde. Für Ak Bars Kazan stehen nun mit den Spielen gegen Salavat Yulaev neue „Green Derbys“ an.

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Ufa erreichte dieses Duell gegen Kazan in sechs Begegnungen gegen Avangard Omsk wobei es Linus Omark in diesen Spielen gleich 12 Scorerpunkte (1G – 11 Ass) erzielen konnte. Auf Seiten von Avangard konnte Torhüter Igor Bobkov seine Form aus der regulären Spielzeit wo er einen Gegentorschnitt von 1,73 hatte nicht halten und so kassierte der 29-Jährige in den sechs Spielen gegen Salavat Yulaev gleich 20 Tore. Doch auch sein Gegenüber musste in dieser Tor reichen Serie 18 Gegentore hinnehmen. Der 4:2 Sieg von Salavat Yulaev bedeute für den Schweizer Sven Andrighetto zugleich auch das frühzeitige Ende seiner ersten KHL Saison. Mit den beiden in den Playoff erzielten Assist brachte es der 26-Jährige Schweizer in seinen insgesamt 62 Einsätze 13 Tore und 16 Assist.

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Barys Nur-Sultan steht in der 10. KHL Saison der Klubgeschichte zum dritten Mal in der zweiten Runde der Gagarin Cup Playoffs. Mit Andrei Skabelka hat Barys einen Trainer den es in den letzten sieben Jahren mit vier verschiedenen Mannschaften die Playoffs wobei er es mit Sibir Novosibirsk einmal in das Conference Finale und zwei mal in das Conference Semifinale erreichen konnte.

Barys setzte sich gegen Metallurg Magnitogorsk mit 4:1 durch womit für die Stahlstädter zum zweiten Mal in Folge die Playoffs bereits nach der ersten Runde zu ende ging. Der Gagagrin Cup Sieger von 2014 und 2016 hat mit der Vertragsverlängerung von Head Coach Ilya Vorobyov die erste wichtige Weiche für die kommende Spielzeit gestellt.

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Sibir Novosibirsk gilt wohl aus die Überraschung dieser ersten Playoff Runde. Gelang es Sibir doch gleich alle drei Auswärtsspiele dieser Serie gegen Avtomobilist Ekaterinburg zu gewinnen und so nach drei Jahren ohne einem Playoff Spiel mit einem Gesamtscore von 4:1 erstmals seit 2016 wieder in einem Conference Semifinale zu stehen. Bei Avtomobilist heißt es hingegen Wunden lecken. Hatte man doch im Sommer weiter investiert um möglicherweise bis in das Finale vordringen zu können. So wurde mit Pavel Datsyuk der große Sohn der Stadt zurück geholt. Dieser war in den Playoffs mit 2 Toren und 2 Assist der Topscorer seiner Mannschaft. Für die beiden Ekaterinburg Topscorer aus dem Grunddurchgang Nigel Dawes und Brooks Macek lief es hingegen weniger gut. Dawes brachte es in fünf Spielen nur auf einen einzigen Assist. Ebenso der 27-Jährige Deutsche Macek der ebenfalls in den Playoff Spielen keinen Treffer erzielen konnte und so seine erste KHL Spielzeit mit nur einen Scorerpunkt in den Playoffs mit insgesamt 24 Toren und 23 Assist beendete.

Eine bessere Statistik der Avtomobilist Topscorer verhinderte aber auch Sibir Schlussmann Harri Sateri. Der 29-Jährige hielt gleich in den ersten beiden Auswärtsspielen sein Tor sauber und legte so den Grundstein für den Aufstieg. Damit wurde der Finne auch in der vergangenen Woche der „Man of the Week“.

Die East Conference ½ Finalserien Paarungen:
Ak Bars Kazan (1) – Salavat Yulaev (6)
Barys Nur-Sultan (2) – Sibir Novosibirsk (5)

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