Andreas Robanser,
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Salavat Yulaev und Ak Bars Kazan standen sich im Zuge der KHL World Games in Davos gegenüber. Beide Teams reisten mit je einer Niederlage aus ihren letzten Spielen in die Schweiz.

Ak Bars Kazan konnte zuletzt zweimal das „Green Derby“ gewinnen und übernahm mit 36 zu 35 Siegen auch die Führung in den bisher 71 KHL Duellen.

Photo: 23.12.19. KHL World Games. KHL Championship 2019-2020. Salavat Yulaev (Ufa) - Ak Bars (Kazan)

Die erste gute Chance des Spiels verzeichnete Ufas Nikita Soshnikov gleich in der ersten Minute. In der 4. Spielminute kam Kazan zur ersten Möglichkeit und schrieb damit auch gleich an. Viktor Tikhonov mit den perfekten Backhand-Pass in den Slot, wo Matthew Frattin stand und nur noch abschliessen musste.

Als sich in der 8. Minute „der Gastgeber“ Salavat Yulaev in der gegnerischen Zone festsetzen konnte, kam der Puck zu Alexei Semenov, der von der blauen Linie direkt abzog und Linus Omark vor dem Tor nur noch abzufälschen brauchte. Kurz darauf hiess es schliesslich Bully-Tor! Alexander Kadeikin gewann das Anspiel und Dmitry Kugryshev traf mit einem Slapshot zum 2:1 für Ufa.

Wenig später leistete sich Artyom Sergeyev eine Strafzeit, die Ak Bars Kazan mit dem Powerplay-Tor in der 13. Minute durch Viktor Tikhonov auch ausnutzen konnte. Kurz darauf scheiterte Danis Zaripov nur knapp an Salavat Yulaev Torhüter Kareyev. Es blieb beim 2:2 nach 20 Minuten.

Andrei Kareyev musste dann kurz nach Wiederbeginn ein drittes Mal hinter sich greifen. Albert Yarullin konnte nach nur neun Sekunden Kazan mit 2:3 in Führung bringen. Ak Bars hatte weiter mehr vom Spiel und setzte Salavat Yulaev immer wieder unter Druck. Eine Strafe gegen Dmitry Yudin kam daher gerade gelegen. Mit nur einem Schuss von Linus Omark verstrich das Powerplay aber mehr als nur ungenutzt.

Gleich darauf die nächste Chance für Ufa, da bei Ak Bars zu viele Spieler auf dem Eis waren. Dieses Mal funktionierte das Überzahlspiel besser, Eduard Gimatov sorgte für den Treffer zum 3:3, der für Kazan Goalie Adam Reideborn unhaltbar war.

Das nächste Highlight kam von Kazan Spieler Vladislav Kara, der alleine loszog und den Puck zwischen seinen Beinen an Kareyev vorbei bringen wollte. Dieser wehrte das Kunststück aber spektakulär ab. Der Torschütze zum 3:3, Gimatov, leistete sich in der Folge einen Stockschlag. Galiev vergab in Überzahl die beste Chance für Kazan und so überstand Ufa dieses Unterzahl ohne einen Gegentreffer.

Drittel 3 begann mit Strafen auf beiden Seiten doch diese Überzahlsituationen brachten nichts ein. Die erste gute Möglichkeit in diesen 20 Minuten hatte Vyacheslav Solodukhin doch Adam Reideborn konnte klären. Der Salavat Yulaev Schlussmann blieb auch in den weiteren Minuten ohne Fehler. So versuchte es der Däne Philip Larsen mit einem Schuss von der blauen Linie. Es blieb aber auch nach 60 Minuten bei diesem Unentschieden und so ging es wie im zweiten Green Derby dieser Saison erneut in die Overtime. Diese dauerte aber nur 10 Sekunden. Philip Larsen versuchte es mit einem Schuss und Ak Bars Kazan Torhüter Adam Reideborn und Kazan Verteidiger Albert Yarullin, der mit der Hand noch am Puck dran war, konnten den Siegestreffer von Salavat Yulaev aber nicht mehr verhinder.

Mit diesem Sieg glich Salavat Yulaev in der Green Derby Serie wieder aus. Beide Teams halten nun bei 36 Siegen in der KHL sowie 101 Siege in der Geschichte des grünen Derbys.

Adam Reideborn (Ak Bars Kazan): Wir hatten ein sehr gutes zweites Drittel aber haben hier keinen weiteren Treffer erzielt. Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen, ich glaube an diesem Spiel hatten alle sehr viel freute. Im Moment haben wir keinen einfachen Spielplan, nachdem Heimspiel gegen Sibir ging es nach Davos und in zwei Tagen spielen wir bereits wieder in Nizhnekamsk.

Justin Azevedo (Ak Bars Kazan): „Wir können das Resultat jetzt leider nicht ändern. Ich bin nicht zufrieden. Es war ein emotionales Spiel und ich bin sicher, dass wir es besser können. Hier zu spielen war ein Erlebnis für uns alle. Ich denke, es war ein gutes Event für das Präsentieren der KHL.“

Philip Larsen (Salavat Yulaev): „Es war ein grossartiges Event, ein Spiel wie dieses hier in den Bergen durchzuführen mit zwei russischen Teams. Es war schön zu sehen, dass viele Leute gekommen sind. Zum Spiel: es war ein langes Hin und Her. Zum Teil waren wir besser, zum Teil sie. Schlussendlich sind wir glücklich, konnten wir die zwei Punkte holen.“

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